Donnerstag, 7. November 2013

Klein und Groß, Frau und Mann, Jan und Steve.

Seid gegrüßt eventuelle Leser :)

Weiter gehts es mit meiner Woche bei Jan und Steve. Zwei alte Menschen, die einfach unglaublich zum gern haben sind.
Ich hab mich also am Sonntag von der Nina verabschiedet und bin Richtung Kerikeri gehitchhiked. Dort aufm Farmer Market hab ich dann Jan, meine liebe Gastmama, getroffen. Bzw. ich bin auf den Markt gegangen und bin durchgegangen und hab nach einem Stand ausschau gehalten, der Asparagus verkauft. So wars zumindenst ausgemacht, dass Jan Asparagus verkauft und ich somit weiß wer sie ist. Nunja. Ich halte also ausschau und höre ein leises "Lenny!" links neben mir und sehe sie. Jan. Eine kleine alte Frau mit weißen Haaren, die sie über ihrem Kopf zu sonem Palmenstamm zusammengebunden hat. Woher ich wusste dass sie es ist? vermutlich weil sie meinen Namen gesagt hat. Aber ich merke auch irgendwie, da is einfach dieses gewisse etwas, dass Host und Wwoofer sich finden und wenn sie sich finden, dann wissen sie, dass sie sich gesucht haben. Aufjedenfall haben Jan und ich uns gefunden. Sie hatte allerdings nurnoch ne kleine Ananas vor sich liegen und Orangen. Nichts von Asparagus, aber nunja. WIe ich später erfahren hab, hat sie den schon ausverkauft. Weil der Markt noch bisschen war und sie meine Hilfe nicht gebraucht hat, meinte sie ich soll mein Zeug bei ihr ins Auto werfen und dann über den Markt schauen und mir alles angucken. Habich auch gemacht, bin sogar bisschen mehr abseits gegangen zur Kerikeri-Library um abzuchecken obs da Internet gibt. Yup, gabs, aber nich am Wochenende.
Schliesslich bin ich wieder zurück und bin mit Jan einkaufen gefahren und dann zurück zu ihrer Farm. Oder eher: Ihrem Haus mit Gewächshaus für Ananas und einem kleinen Feld für Asparagus. Ach was nenn ich das immer so. Ein kleines Feld für Spargel. Richtig Farmmäßig sah das nich aus, aber einfach richtig... ach charmant, liebevoll, man fühlt sich einfach willkommen.
Es war Mittag und Jan dachte sich, dass ich sicher nich am selben Tag noch arbeiten will, also haben wir uns zusammen auf die Terasse gesetzt, Tee getrunken und geredet und schliesslich hat jeder ein Buch rausgepackt und hat gelesen. Bis hin zur Arbeitsstunde. Ach das war einfach herrlich. Mit schöner Umgebung in der Sonne sitzen und einfach mal lesen. War echt total entspannend. Und ja, ich war der einzige Wwoofer da auf der Farm. Am Anfang war ich eher "HMPF". Ich hab eigentlich extra nur Farmen kontaktiert, die auch mehrere Leute aufnehmen, weil ich nich alleine mit der Farmfamilie sein wollte, aber im nachhinein war es einfach sehr entspannt und ich hatte viel Zeit einfach für mich. Was ganz angenehm war nach einer überfüllten Audrey Farm. Gegen 6 Uhr kamen dann Steve und Fred. Ich dachte erst Fred wäre Steve, weil Fred auch eher alt und klein war und man sich ja so denkt, dass die meisten Ehepaare äußerlich ja auch zusammengehören. Aber nunja, dem war nicht so. Fred war ein 80 jähriger Mann, der mit Steve öfters mal segeln geht und die beiden sind einfach befreundet. Und Steve... ja Steve is glaubich mitte Ende 50, total frisch und fit, groß, muskulös und nicht direkt jemand, den man Jan zugeschrieben hätte. Aber man sollte ja eh nicht nach dem äußerlichen gehen. Ich hab also nett mit Jan, Steve und Fred zu abendgegessen und Bier getrunken. Und zwar Freds gebrautes Bier. Und des war echt nicht zu verachten. Anscheinend ist das auch ziemlich üblich hier das eigene Bier zu brauen, weils billiger ist und einfach einfach. Und vermutlich, weil das selbstgebraute Bier auch tatsächlich Alkohol hat und nicht nur 4%.
Ich hatte im Haus ein eigenes Zimmer und hatte somit auchmal die Erfahrung wie es ist mit dem Host im selben Haus zu wohnen. War aber wie gesagt total entspannt und total relaxed. Insgesamt, rückblickend, würd ich die Woche bei Jan und Steve eher als Urlaub bezeichnen von einem vollen Farm- und Reiseleben. Ich hab ungefähr von 9 bis 1 gearbeitet, mit einer Stunde (oder mehr) Kaffee-Pause. Und die Arbeit war meistens das Spargelfeld weeden oder alte Ananaspflanzen auf den Kompost bringen. Aber insgesamt eher so lauter kleine richtig nette Arbeiten, mir war nich langweilig und dadurch, dass man nur draußen und in der prallen Sonne gearbeitet hat, wars teilweise auch gut anstrengend. Wenn ich auf der Farm gearbeitet hab, hab ich meistens mit Jan zusammengearbeitet und ich muss sagen, das taugt mir viel mehr als nur alleine zu arbeiten. Wenn man mit dem Host zusammenarbeitet bekommt man nochmal ne ganz andere Verbindung zu der Farm und den Menschen als wenn man nur arbeitet und essen bekommt, wie bei der lieben Audrey. In der Kaffeepause hat mir Jan dann meistens irgendwas über die Natur oder ihr Leben erzählt, ich persönlich hab nicht wirklich viel geredet.
Hierzu eine Sache zu Jan: Sie ist unglaublich nett, liebevoll und ne sehr angenehme Person. Einzig trauriges, sie is extrem vergesslich. Nicht nur, dass sie vergisst wo sie Dinge hingelegt hat, das is ja ein allgemeines Problem der Menschheit, sondern sie vergisst auch die Namen von Alltagsgegenständen, wie z.b. Ofen. Es war in keinster Weise anstrengend oder nervend für mich, es war eher traurig mitzuerleben wie das Gedächtnis oder das Gehirn einen Menschen langsam im Stich lässt. Absolut nicht schön...
An meinem ersten "Arbeitstag", am Montag, war ich allerdings mit Steve unterwegs. Was er arbeitet? Ums plump auszudrücken, er ist Müllmann. Holt Müll von Personen ab und bringt sie zur Recyclingstation und recycled dort. Kann man sich allerdings nich so vorstellen wie bei uns wo die Müllabfuhr kommt. Er hatte n kleines Auto mit Lagefläche hintendran - ich weiß grad nich wie man die nennt - und darauf Mülltonnen wo er dann den Müll der anderen Leute reinsortiert hat. Und ich durfte mit ihm mitfahren am Montag :)
Und ich fands wirklich cool :D also das mal zu machen, den Müll anderer abzuholen, im Müll rumzukramen, rumzurecyclen, das falsch recyclete rauszufischen und in den Richtigen Sack zu werfen. Und das is teilweise wirklich eine Profession für sich. Natürlich ist es in gewisser Weise einfacher als wenn man jetzt Arzt ist oder sowas, aber es ist auch nicht so als würden die Menschen garnichts tun. und ich fands einfach sehr interessant, das mal wirklich zu erleben. Und Steve is in der Hinsicht wirklich ein unglaublicher Mensch. Und hat eine tolle Einstellung. Warum etwas wegwerfen wenn man noch verwenden kann? Warum etwas wegwerfen wenn man es doch reparieren kann? Also, wenn er Sachen findet, die man noch verwenden kann oder leicht reparieren kann, fischt er diese raus, bringt sie auf Vordermann und behält es entweder selber oder verkauft es wieder. Und es ist unglaublich was er alles von der Müllhalde hat :D nahezu das gesamte Haus besteht aus Möbeln und Dingen aus der Müllhalde. Z.B. der Esstisch, der Ofen, die Mikrowelle, der Herd, der Mikroofen, der Fernseher, die Playstation, Stühle, Geschirr, Hüte, usw. Und ich hätte das nie erwartet als ich das Haus gesehen hab. Klar es schaut nicht neu aus, aber es schaut halt aus wie auf einer Farm die schon bisschen älter is. Wo alles diesen charmanten abgenutzten und liebevollen Stil hat. Und Uhren! wieviele uhren der liebe Steve vom Dump gerettet hat^^ oder Handies! Der hat n nicht schlecht funktionierendes und modernes Handy von der Müllhalde. und nicht nur eins, mehrere. Ich persönlich finde den Lebensstil einfach beeindruckend. und ich liebe die Einstellung "Warum wegwerfen wenn man es reparieren kann?", weil es einfach stimmt. Warum wegwerfen. Das meiste funktioniert ja noch. Ich denke, man muss vorsichtig sein, dass man nicht zusehr in den Lebensstil verfällt, dass vlt unvorsichtig Sachen weiterverwendet die allerdings wirklich für den Müll sind. Aber darum gehts hier ja nich, ne. Und Steve hat eindeutig n Händchen dafür, das alles zu reparieren. Findich mehr als nur intressant und super cool :)
Somit lässt sich der Aufenthalt und die Arbeit auch ganz gut beschreiben. Ich hab nicht sonderlich viel gearbeitet oder gemacht, eher viel Ruhe gehabt und das Leben genossen. Und ich war auch nur einmal am Donnerstag im Internet um zu schauen ob mein nächster Host mir irgendwas geschrieben hat. Internet braucht man nunmal nicht ständig, ne.
Am Dienstag haben Jan und Steve mich auf nen Segeltrip mitgenommen und es war mehr als einfach nur unglaublich cool :D hat bei mir die Liebe und das Interesse zum Segeln noch mehr entfacht als es eh schon war durch den lieben Daan. War wirklich schönes Wetter und fabelhafter Ausblick und etwas, was man nich als Touri machen kann :) deshalb wars vlt nochmal cooler :D wir sind dann zu nem Stran gesegelt, haben bisschen entfernt vom Festland angeankert und sind dann mit Kajaks bisschen rumgepaddelt. Ey große Liebe! Bin absolut nun auch ein Fan vom Kajaken. Was an sich bisschen traurig ist, dass ich das erst jetzt zu schätzen gelernt hab, nachdem ich zuhause wirklich die Gelegenheit gehabt hätte auf einem See rumzupaddeln oder sogar zu segeln. Da triffts die Aussage ganz gut: Manche Sachen lernt man nicht daheim, sondern woanders. Und ich lerne hier, woanders, eindeutig was ich daheim eigentlich habe. Und auch es wirklich wertzuschätzen. Einerseits negativ, dass ich das erst lernen musste, andererseits positiv, dass ich es endlich gelernt habe. Bzw. ein Schritt näher bin, das alles wirklich wertzuschätzen :)
Ansonsten war ich einen Nachmittag mal laufen und sonst hab ich entweder Blog geschrieben oder gelesen. Bei Jan und Steve war übrigens auch die Katze, die mich belästigt hat als ich den Eintrag über die Caretakerfarm angefangen hab zu schreiben :) Ich hab Inferno beendet und kann das nur nochmal wärmstens empfehlen. Ich weiß auch nich, aber ich find dieses Buch derart gut, ich könnt heulen! des is einfach ein meisterwerk. einfach super. danach hab ich ein Buch gefunden das hieß "The Sheep-pig". Ich, völlig begeistert, dachte das wäre eine Geschichte über ein Tier, das Halb Schaf, Halb Schwein ist. Als ich den Text auf der Buchrückseite gelesen hab dachte ich es handelt sich um ein Schwein das ein Schaf werden will. Also habe ich das Buch angefangen zu lesen. Ich wurde dann relativ bald eines besseren belehrt. es geht darum dass ein Schwein auf Schafe aufpassen will, wie ein schäferhund. ein Sheep-dog. Oder eben ein Sheep-pig. DER TITEL IS ABER AUCH IRREFÜHREND!
Hab ansonsten nichtwirklich Fotos, nachdem ich eher vor mich hingelebt hab, ohne mein elektronisches Zeug. also außer meinem iPod. den liebe ich wirklich mehr als innig, weil da teilweise musik drauf is die mich entweder total an zuhause erinnert oder mir erst jetzt bewusst wird wie super die musik eigentlich ist! Einziges Dilemma ist, dass ich die Musik löschen muss wenn ich neue drauftun will. Das ist nunmal das Problem mit itunes. ja, leuts, das leben is nunmal keine wunschfarm. oder ein Sheep-pig, das halb Schaf halb Schwein ist. nein. es ist meistens anders als man hofft oder wünscht.
Dennoch habe ich hier 2 Fotos für euch :)
Das Haus und der Müllwagen :)

Das Gewächshaus. links, weiter unten is nochmal eins.

Ein echt schön blühender Baum vorm Haus :)
Besagter Baum hatte auch wirklich Leben in sich. der hat ständig gebrummt und gesurrt vor lauter Bienengeräuschen. Aber nich nur der Baum, die ganze Umgebung war wirklich belebt durch jegliche art von Tieren. Bzw. Hauptsächlich Vögeln. Richtig idyllisch :)
Noch was tolles: ich fands wirklcih intressant mal zu sehen wie eigentlich ne Ananas wächst. Wie die Pflanze aussieht, was man so mit ihr macht und wie man sie erntet usw. Und das selbe mit Spargel. Und wer hätte es gedacht, ich bin fast der Meinung, dass Spargel gut schmeckt :D so wie eigentlich jedes Gemüse oder jedes Gericht das mir vorgesetzt wird. ich bin hier derart Alles-essend, Mama und Papa wären stolz auf mich. Hätte ich das als Kind schon gehabt, wäre vieles einfacher gewesen. Das ist gewiss.
Außer einem Abend, an dem ich total müde war weil ich vermutlich nen Sonnenstich hatte und nem anderen Abend an dem ich mit Steve ein Lagerfeuer gemacht habe, haben wir zu dritt immer einen Film angeschaut. War nicht wirklich kommunikativ, aber es hat dazu beigetragen, zu dieser total entspannten Stimmung. Allerdings eine wirklich seltsame Eigenart von Steve und Jan ist, wenn sie fernsehen und Werbung kommt, stellen sie immer auf stumm. Gäbe sinn für mich, wenn sie dann anfangen zu reden. aber oft machen sie einfach stumm, reden nichts, warten, und wenn der film weiter geht, dann wieder auf ton. Das produziert ne ganz komische Stille findich^^ aber jedem das seine.
Nun zum Punkt, der für mich vermutlich der absolute Höhepunkt war: Ich hab einen Sonnenhut von Jan und Steve als Abschiedsgeschenk bekommen :D total stylisch und unglaublich cool. Warum ich ihn bekommen habe? ich hab intelligenterweise mein Cappie im Hostel vergessen bei der Nina und hatte somit keinen Sonnenschutz für meinen kopf. allerdings ist es jedoch sinnvoll hier nen Hut oder sonst was zu tragen weil man sonst einen dieser lieben Sonnenstiche bekommt. ich glaub ich hatte letzte Woche meinen 5. Man lernt ja irgendwo doch nich dazu. also es war nie wirklich schlimm, aber ich habs gemerkt dass ich total müde war und schlapp und leichte kopfschmerzen. und wenn man dann viel wasser trinkt und bisschen rumliegt gehts einem weider wunderbar. deshalb: trage immer einen hut in neuseeland! aufjedenfall hatte ich eben keinen und Jan hat mir dann ne Box hingestellt und ich konnt mir einen raussuchen. den hab ich dann die ganze zeit getragen wenn ich draußen war und beim Abschied meinte Jan, dass ich ihn haben kann wenn er will, ich soll ja keinen Sonnenstich bekommen. Mein Herz machte einen derartigen Sprung <3 große große Liebe :) und woher war der hut? Natürlich von der Müllhalde.
Mir solls recht sein, ich hab nen Super Hut und bin Sonnengeschützt.
Ihr wollt ihn eventuell sogar sehen? Extra für euch, hier, ein sensationelles Foto:


Aaaah, so sexy :D
Ich würd aufjedenfall gerne Jan und Steve nochmal besuchen, vlt eben kurz vor meiner Abreise aus Neuseeland, weil die beiden, die beiden sind echt cool. Also hoffe ich, ich kann meinen Plan auch wirklich verwirklichen :)
Am Samstag hat mich der liebe Steve dann nach Kaeo gefahren und meine Hitchhike-Reise begann nach Horeke, zu meiner nächsten Farm. Aber dazu wann anders mehr.

Danke fürs durchkämpfen :)
Auf wieder-lesen.

Eine Woche. Eine Ninaländerin.

Seid gegrüßt eventuelle Leser :)

Wie man vermutlich erwarten kann, jou, dieser Eintrag wird über die Woche, bzw. die 6 Tage mit meiner lieben Neuseelandfreundschaft und ebenso Reisekompanin Nina, die Niederländerin. Und somit kommen wir auch wieder einen Schritt näher zu meiner tatsächlichen Zeit und vlt werde ich eines Tages nicht erst fast nen Monat später über Erlebtes schreiben. VIELLEICHT! Allerdings lässt sich hier anmerken, dass alles, was ich hier schreib, in der Vergangenheit ist und die Zeitspanne natürlich nur relativ ist. Noch dazu muss man bedenken, dass immer noch eine Zeitverschiebung vorliegt. Es kann also genauso sein, dass meine Woche mit der Nina bei euch gerade erst gestern passiert ist. Die Zeitverschiebung ist schließlich für Wunder ganz und gar offen. Merkt euch das. Apropos Zeitverschiebung, ein Vöglein teilte mir mit, dass wir nun 12 Stunden auseinander sind. Außerdem hat nun auch Bernd die Zeit umgestellt. Und ich wage fast zu sagen, dass 12 Stunden auseinander gar nicht so schlimm sind :) aber bleiben wir sachlich und beim Thema.
Ich vermute dieser Eintrag wird nicht allzu textlastig sondern mit Bildern übersäumt, denn wie man so schön sagt: ein Bild sagt mehr als Tausend Worte.
Wenn ich allerdings wüsste wie ich hier nachschauen kann, wie viele Wörter ich eigentlich schreib, würden es vermutlich mehr als Tausend sein. Yup yup, vermutlich. Ausserdem denke ich, dass ich einiges schreiben werde… allein über die liebe Nina und ihr fehlendes Verständnis für Ironie. Aber fangen wir lieber mal an :)

TUESDAY!

Es war also Dienstag.
Nina und ich waren in Aufbruchsstimmung, ich musste allerdings noch packen. Sie hat das natürlich am Tag vorher schon erledigt. Streber. Ich hab allerdings in Rekordzeit! Meinen Rucksack gepackt. Innerhalb einer halben Stunde und ich hab sogar an meinen Conditioner gedacht. Also tatsächlich mal nichts vergessen. Wir wollten eigentlich so um viertel nach 9 starten aber die liebe Audrey is so eine Pünktlichkeitskanone wie ich in Deutschland und man weiß nie, wann sie denn jetzt auftaucht. Vlt sollte ich dazu sagen: Audrey hat uns angeboten, dass sie uns am Highway aussetzt weil sie Bryan eh zu seiner Unterrichtsstunde fahren muss und uns also mitnehmen könnte. Und ja, Bryan hat tatsöchlich Unterricht, ich konnts auch nich glauben als ichs gehört hab^^ Aufjedenfall, sie war nich da, also war Zeit. Also hab ich noch mit Daniel und Luis Daten ausgetauscht, mich von allen verabschiedet und anschliessend noch nett geplaudert. Um halb 10 kommt dann die liebe Audrey angerauscht, schreit dass sie jetzt fährt und wir schon lange fertig sein sollten. Nina und ich sprinten also zum Auto – okey, das is eher ne Lüge. Sprintet ihr mal mit nem riesen Rucksack und noch nem kleineren. Und es is ja auch nich so, als würde es nichts wiegen oder so, ne. Wir hasten also zum Auto, Audrey sitzt schon drinnen und is schon am ausparken und losfahren. Hält aber gnödigerweise noch kurz damit wir unser zeug reinwerfen können und uns selber hinterher. Quietschende Reifen und brumm brumm, wir sind aufm Weg zu Bryans Lehrer. Zum Glück hat die liebe Audrey n Fahrstil wie ne Gurke im Ofen und somit war sie nur 4 Minuten zu spät zum Unterricht, obwohl wir ne viertel Stunde zu spät dran waren. Das is mal ne Fahrweise.
After all, wir wurden ausgesetzt am Highway, haben uns verabschiedet etc. und dann hats angefangen zu regnen. Die liebe Audrey springt ins Auto und winkt uns noch hinterher und wir wurden im wahrsten Sinne des Wortes: im Regen stehen gelassen. Daumen raus und hoffen, dass jemand Mitleid mit uns hat. Ne Viertel Stunde später und 10000 Autos später, hält ein netter Kerl, der uns nach Whangarei fährt. Unser Ziel. Achja, genau. Unser Plan war ein Tag in Whangarei zu sein und danach nach Paihia in die Bay of Islands. Hiermit empfehle ich maleben kurz google maps zu verwenden, damit ihr, meine verehrten eventuellen Leser, auch ein Bild davon bekommt, wo ich eigentlich bin. Bzw. war.
Malwieder nur das positivste vom Hitchhiken und der Freundlichkeit der Menschen hier erlebt. Der Kerl, der uns mitgenommen hat is irgendwann links rangefahren um an einer Tankstelle was zu kaufen. Lieb wie er war, hat er gefragt ob wir was brauchen, aber NEIN, haben wir nicht. Er kommt 5 Minuten später wieder und hat uns so was wie ne Apfelschorle mitgebracht. Ey dickes Herz :) fand ich persönlich ne super nette Geste, ich mein, er nimmt uns mit und gibt uns auchnoch was aus. Aaaaaaach ich fand das echt nett. Er hat uns dann irgendwo in Whangarei ausgesetzt, nachdem wir intelligenterweise nich wussten wo unser Hostel eigentlich ist. In den Straßen von Whangarei gestrandet schauen wir auf Ninas Notizen mit der Hosteladresse und beraten was wir tun. Bzw. viel Zeit zum beraten blieb nich, weil wir nahezu instant von nem sehr netten Mann angesprochen wurden ob wir uns verlaufen haben und ob wir Hilfe brauchen. Jou, die haben wir gebraucht. Er wusste sogar wo unser Hostel ist. Nämlich 10 km entfernt von unserem Standpunkt. Wir bedanken uns und bemitleiden uns schon mit unserem Gepäck so weit zu gehen als der nette Mann zurückgekommen ist und meinte, dass er uns eigentlich dahinfahren könnte. Ey HERZ! Er hat uns also zum Hostel gefahren und wir hätten vermutlich über ne Stunde gebraucht zu Fuß. Wenn nicht sogar noch länger, man bedenke das Gepäck, das nun mal leider nicht selber zu Fuß geht. Wir waren also im Hostel, haben eingecheckt, sind zum Supermarkt, haben Essen gekauft, sind zurück, haben unsere Zimmerkompanen kennengelernt und sind dann aufgebrochen zu nem Wanderweg durch einen Wald an den Whangarei Falls, Wasserfall, und sind anschliessend zu den Abby Caves. Höhlen in die man richtig reinklettern muss und nur mit Taschenlampe irgendwas sehen kann. Hat aber richtig Spaß gemacht dass man tatsöchlich da so rumklettern muss und aufpassen muss wohin man tritt etc. und unter einem fliessen zwischen den Steinen kleine Bächlein :) Insgesamt gabs 3 Höhlen und in der 3. gabs die sogenannten Glowworms. Würmer, die leuchten im dunkeln, oder in der Fachsprache: Würmer, die bioluminiszieren. Hallo verehrtes Facharbeit-Wissen.
Allerdings waren wir nur am Anfang von den Glowworms, weil die liebe Nina spontan entschlossen hat, sich zu weigern weiter zu gehen weil sie findet, es ist zu gefährlich. Um das objektiv zu sagen: Man sollte absolut nur zu zweit in die Caves gehen weil wenn was passiert, jemand helfen kann und außerdem isses viel schöner dieses Erlebnis zu teilen als es alleine zu erleben. Allerdings war die Stelle, an der die Nina beschlossen hat das Weitergehen zu verweigern, wie ein normaler Gang, man musste nichmal klettern. Und es sind bekannte Caves, wäre das total gefährlich, würden die nicht öffentlich zugänglich sein. Und da waren die vorigen Caves schlimmer. Und gefährlicher. Aber immer noch nicht wirklich gefährlich. Aber! Wie das halt so ist, wenn man mit anderen reist, man muss sich nach ihnen richten. Ich wär an sich gerne weiter gegangen, aber war jetzt auch kein allzu großes Drama. Also sind wir zurück zum Hostel und der Tag war eh schon fast vorrüber.


Hier zu sehen, die Whangarei Falls, 5 Minuten vom Hostel entfernt :)



Uuuund die liebe Nina. Leider lacht sie nicht wirklicht, sie spricht eigentlich. Aber nachdem sie es hasst fotografiert zu werden, müssen die Schnappschüsse herhalten ;D



So sah der Höhleneingang aus. Hinter den Steinen is man dann ins Innere geklettert :)

WEDNESDAY-SUNDAY!

Wir brachen auf nach Paihia und wurden von einem netten Mann zum Highway gebracht und ausgesetzt. Nach gefühlten Ewigkeiten hielt dann jemand an. Zwei relativ alte Frauen, Schwestern, super nett und wirklich lustig :D die waren echt super cool. In Kawakawa ist ja diese bekannte öffentliche Toilette von Hundertwasser designet. Nachdem wir die noch nicht gesehen haben, haben die beiden alten Frauen beschlossen sie machen einen Stopp dort und zeigen sie uns. Ach diese Menschen… die sind einfach so unglaublich COOL. Sie haben uns dann bei der Ausfahrt nach Paihia abgesetzt, weil sie woanders weitermussten. Die eine Schwester wohnt in Whangarei und hat uns ihr Name, Adresse und Telefonnummer gegeben, falls wir mal eine Unterkunft in Whangarei brauchen oder die Stadt wirklich kennenlernen wollen. AWESOME!




Weiter gings mit Daumen raus, diesmal das erste Auto. Hat uns wieder an na Abzweigung abgesetzt, weil er zu nem Freund gefahren is. Er meinte aber wenn der Freund nich zuhause is, kommt er zurück und fährt uns nach Paihia. Freund war nich daheim, zumindenst kam er zurück und hat uns nach Paihia gefahren und sogar Leute gefragt wo das Hostel is und uns direkt vor die Tür gefahren. Super cool, ey Doppeldaumen :)
Nina und ich sind dann eingecheckt, haben Food gekauft, Prospekte durchstöbert was man so machen kann und anschliessend eine Tour zu Cape Reinga gebucht, dem nördlichsten Punkt von Neuseeland, und eine Bootstour durch die Islands von der Bay of Islands. Danach lagen wir am Strand und haben rumgechillt.



Am nächsten Tag hatten wir dann die Bootstour und hier lass ich mal Bilder für mich sprechen :)





Yeah babys, genau mit diesen Delfinen bin ich übrigens geschwommen! Zumindenst glaube ich das. Fakt ist auf jedenfall: auf der bootstour haben wir dann ne menge delfine gesehen und dann hieß es: wer will geht jetzt ins wasser und schwimmt mit delfinen. Das musste man Nina und mir nicht zweimal sagen, also sind wir zum hinteren Teil des Bootes, sind in Wet-Suits geschlüpft, Schnorchel und Taucherbrille auf und PLATSCH ins wasser. erstmal bisschen kälteschock, doch dann war man so fixiert darauf irgendwelche geräusche zu machen damit die delfine angelockt werden dass man sich nurnoch darauf konzentriert und dann BOOM schwimmt auf einmal unter dir 2 delfine vorbei oder es taucht neben dir einer auf oder huuui. man darf sich das nicht so vorstellen, dass jeder ein delfin bekommt und man fröhlich auf ihnen durch die meere reitet. man sollte sie nichmal anfassen, weil unsere hände bakterienverseucht sind und die delfine dann instant sterben. dabei möchte man doch meinen dass alle ihre hände gewaschen haben. wir waren ja schliesslich im wasser, ne. aber es war auf jedenfall ein erlebnis und es war cool delfine mal live zu sehen :) und dann auchnoch so nah!

Das hier ist "Hole in the Rock". Mega die sehenswürdigkeit und der highlight unseres trips. Meines erachtens... Nicht. Also ich mein, klar, cool und so, da is n Loch im Stein. aber nunja. Es ist halt auch einfach nur ein Loch im Stein. Da war für mich insgesamt die Umgebung spannender, das feeling, die aussicht, und natürlich die delphine. Aber es war natürlich trotzdem schön ein Loch im Stein zu sehen.

Nach der Bootstour waren wir dann in Russel, na Stadt 5 Minute Bootsweg entfernt von Pahia. Dort warn wir dann in nem Museum über die geschichtlichen Hintergründe von Russel und sind anschliessend auf nen nahen Hügel gestiegen und sahen das:


Russel is n netter kleiner Ort, nicht wirklich was besonders Besonderes, aber einfach nett anzuschauen :) und das Museum war zwar wirklich klein aber hatte so unglaublich viel interessante Informationen :0 richtig schön.

Tag danach, Freitag, haben wir dann die Bustour nach Cape Reinga gemacht. Sind aufm Weg an nem Strand gehalten um unsere Essenspakete abzuholen, dann beim Gum Diggers Park, dann Cape Reinga, dann sind wir am 90 miles beach entlang gecruist und sind auf so Sanddünen runtergerutscht. Das macht ordentlich spaß :D aber am meisten Spaß machts natürlich wenn man das gleichgewicht verliert und volle kanne seitwärts in die kleinen bäche knallt, die unter der düne entlang fließen. und fast noch besser ist es, wenn man garnicht erst bis nach unten kommt weil man davor beschließt sich seitwärts zu stellen und somit in die düne kracht und nachdem man ja keinen halt mehr findet einfach runterpurzelt bis man schliesslich irgendwann zum stehen kommt. und aussieht wie ein eis das in den sand gefallen is. warum ich das weiß? kann man sich wohl denken.
danach an sonem Fish and Chips Ladending und dann zurück in Paihia. Jetzt kommen malwieder Fotos :)

Erster Strand. Tribute to tiny eyes.
Gum Diggers Park Forest


So haben sie damals gehaust :)
 Achja, um das vlt zu erklären. Gum Digger waren die leute die das Harz der Kauribäume aus der Erde gesammelt haben. Also des Harz war da weil mega viele Bäume aus unbekannten Grund umgefallen sind und so im Erdreich verschwunden sind und deshalb is da ganzviel Gum. und das is besonders toll, weils viel wert is.
Cape Reinga, blick nach rechts!

Hier sieht man den Baum, dem nachgesagt wird dass hier die Seelen vorbeigehen. Der Baum is deshalb so toll, weil der an einer unmöglich gedachten Stelle für Bäume wächst. Nämlich mitten aus einem Felsen.

Hier treffen die beiden Ozeane zusammen :)




90 miles Beach





Am nächsten Tag habich dann mal daheim angerufen, da das coole Hostel Free International Calls angeboten hat. Chance ergriffen :) hab sehr nett mit meinem Vater und meinem Bruder geredet und meine Herren, es war aber so RICHTIG ungewohnt deutsch zu reden. Also wirklich auf längere Zeit. In deutsch denken is ja noch mal was anderes als es dann tatsächlich zu reden. Aber war wirklich sehr nett :) hab auch mit meiner Mam telefoniert und es war wirklich cool mit daheim zu reden.
Mit der Nina bin ich an dem Tag nach Opuha, na Hafenstadt neben Paihia, 2 Stunden Fußweg entfernt. Nunja. Hafengasse triffts wohl eher, ich würde das nichmal wirklich als Dorf bezeichnen.
Das war dann auchschon an sich der letzte gemeinsame Tag, der Samstag. Am sonntag bin ich dann aufgebrochen um in Kerikeri meine neuen Farmhosts zu besuchen :) bzw. nich zu besuchen, zu treffen. Leben tun sie in Kaeo, 30 km nördlich von Kerikeri.

So, das mal so zu den Tätigkeiten die wir so gemacht haben :)
Wir haben ziemlich viel geredet während wir irgendwo rumgelaufen sind und das war wirklich ... ja, interessant, cool, schön. Wie das ja so ist, hat man meistens nich so große Hemmungen einem "Fremden" die ehrliche Meinung oder Gedankengänge oder Gefühle zu sagen als Leute, die man schon länger kennt und die auch teilweise involviert sind. Denn sobald andere involviert sind, muss man natürlich aufpassen wie viel und was man sagt. So haben Nina und ich uns gegenseitig bisschen unsere Sorgen erzählt und wir haben viel über Gründe und Ziele geredet, die wir haben. Zum Beispiel auch, warum wir nach Neuseeland gegangen sind. Wie ich das gewohnt bin, weiß ich mehr über sie, als sie über mich, aber es war mega cool so offen zu reden und mit ihr zusammen zu ergründen was ihre wahren Gründe sind, dass sie jetzt hier ist. Und geholfen dabei hat uns natürlich dass wir beide in einer ähnlichen Lage sind. Beide gestrandet in einem fernen Land.
Was dem ganzen natürlich nochmal einen besonderen Flair gegeben hat, is dass das alles auf englisch stattgefunden hat. UND! dass wenn wir nich wussten wie ein Wort lautet oder uns nich ausdrücken konnten, konnten wir uns manchmal auf deutsch und niderländisch verständigen, weil die sprachen ja doch sehr ähnlich und leicht zu verstehen sind, wenn man noch dazu englisch spricht oder wie sie z.b. bisschen deutschkenntnisse hat. womit wir auchnoch bei nem thema wären!
Ich hab ja erwähnt, dass die liebe Nina deutsch hasst. Da haben wir auch länger drüber geredet woher des kommt dass sie so eine abneigung gegen Deutschland hat aber in gewisser weise kann ich ihre sichtweise auh verstehen. und ich radikalisiere das malwieder. sie hasst weder Deutschland noch deutsch, sie is nur genervt von vielen Deutschen. Vorallem weil hier auch so viele sind. Aber das nervt mcih auch, hier sind ÜBERALL deutsche! überall. über-all. und dann wollen die auchnoch deutsch reden! da könnt ich fast auf die palme gehen. deshalb war ich auch sehr froh die nina um mich zu haben weil ich somit aus prinzip immer englisch geredet hab, auch mit den deutschen, mit dem vorwand, dass sie es ja sonst nich versteht. ey diese deutschen... warum mich das so nervt? weil ich das wirklich einfach eine saudumme art ist, in nem fremden Land wo eigentlich eine andere Sprache vorherrscht sich nur auf deutsch zu unterhalten. Oder auch super beispiel: wenn die deutschen nach italien oder Niederlande gehen und aus prinzip deutsch reden weil sie erwarten dass jeder deutsch spricht. natürlich is nich jeder so, es gibt ja auch nette deutsche die sowas nich tun. aber trotzdem. deswegen schätze ich Luis und Daniel auch ungemein, weil sie die ganze zeit nur Englisch geredet haben. Mit mir und untereinander, sogar wenn niemand anderes anwesend war. So lob ich mir das!

Weiter im Text. Es war ziemlich lustig mal seine ganzen Stereotype loszuwerden und zu erfahren wie das Leben in den Niederlanden eigentlich so ist. Politik, Schulsystem, Leute, Sport, und und und. War einfach ne echt entspannte Athmosphäre und wir sind beide nicht wirklich kompliziert. auch wenn sie immer über das essen gemeckert hat :D ach blöde nina. ich fands garnich so schlecht, aber es stimmt. es war nich grad gut, pasta und dosentomatensoße, reis und tiefkühlgemüse. wenn man kein salz oder sowas hat, schmeckt das meiste eher fad, so is das nunmal. aber was lernt man daraus? DANN KAUFT MAN HALT SALZ! hab leider immernoch meine innere barriere, dass ich kein geld ausgeben will und deshalb lieber ohne essen auskomm, als wirklich was zu kaufen. deshalb wars auch ganz die nina zu haben, weil DIE BRAUCHT ESSEN. und somit hab cih mich auch mit obst und abwechslungsreich ernährt. eines tages werde ich diese Hürde vlt überwinden. VIELLEICHT.
Ich hoffe aufjedenfall die Nina hier nochmal wiederzusehen in Neuseeland, nachdem wir bald beide auf der Südinsel sind. also "bald". ich spreche hier eigentlich noch monaten. Ach das Zeitgefühl... Und wenns nicht hier in Neuseeland, dann vielleicht zurück in Europe. Bzw. es is ja kein entweder oder. beides wär cool, egal wo wir uns wiedersehen :) wir haben auchnoch kontakt über facebook, jaaa, das liebe facebook. mir wurde ja prophezeit dass ich mich garnich aus facebook raushalten kann, weil die reise freundschaften einfach am leichtesten über Facebook laufen. Aber es tut gut mich mit ihr auszutauschen, über unsere farmen und dass überall deutsche sind.
Ouh ouh ouh! das hätt ich beinahe ganz vergessen zu erzählen :D
Die Nina hat einen Witz gemacht! also eine ironische Bemerkung und zwar derart meisterhaft, dass ich es nich verstanden hab. Selten war ich so stolz, ich hätte Tränen vor Glück im Auge haben können *__*
Es ging darum:
Auf Audrey's Farm haben wir über Inferno, mein absolut vergöttertes Buch, geredet und ich hab ihr geschildert worum es grob geht und somit ihr Feuer entfacht dass sie es auch lesen will. Charmant wie ich bin, meinte ich, dass sie dann allerdings ne holländische ausgabe braucht, weil sie das auf englisch nich versteht, weil sie so schlecht englisch spricht. Meineserachtens klar ironisch, weil sie wirklich außerordentlich gutes englisch spricht. Naja. Ich wurde malwieder nich verstanden^^ aufjedenfall haben wir dann irgendwann im Hostel nochmal über Inferno geredet und dass sie es sich unbedingt kaufen will. Und dann meinte sie, dass sie halt schauen muss woher sie hier in neuseeland ne holländische ausgabe bekommt, weil ihr englisch ja nich gut genug für die englische ausgabe is. Ich, völlig perplex wieso sie sowas sagt, sag natürlich dass das schwachsinn is, weil ihr englisch unglaublich gut is. Naja. GOT YOU! da hat sie mich tatsächlich mit meinen eigenen waffen geschlagen. Glaubt mans!
Es gibt sogar ein nettes Foto von uns beiden:

achja, auchnoch ein Grund weshalb ich sie wiedersehen will. Weil dieses Foto einfach derart unvorteilhaft (um nich zu sagen hässlich) ist, MÜSSEN wir uns wiedersehen um ein wenigstens annähernd schöneres Foto zusammen zu haben. Wirklich, ich schäme mich schon fast das hier zu zeigen, aber für euch, Liebe eventuellen Leser, tue ich nunmal beinahe alles.
Wie das ansonsten nun mal so ist, hab ich mehr erlebt als ich hier erzählt hab. Hab über viel mehr Sachen mit der Nina geredet, andere nette Leute getroffen und und und. Aber man kann auch nicht alles beschreiben :) außerdem, wer ließt das schon?
Eins vlt. Wir haben den guten Adam getroffen, ein Engländer der nun sein 1 1/2 Jahren überall durchs Land reist. fliegt von ländern zu länder, quer über die welt. und das mein ich so: Quer. nicht in einer sinnvollen route, er fliegt z.b. von england nach vietnam, dann nach amerika, dann nach frankreich, dann nach australien, dann nach bolivien, dann zurück nach england, dann wieder nach argentinien, dann nach russland, jetzt nach neuseeland, dann nach peru. Um einen eindruck zu verschaffen, die Ländern stimmen denkichmal nich. aber wie er es beschrieben hat, war es einfach unglaublich geldverschwenderisch und nicht durchdacht^^ aber da kommen wir zu einem weiteren punkt: das ist egal. der gute hat nämlich derart glück, dass er auf seiner reise arbeiten kann, er kauft grundstücke und verkauft sie wieder und bekommt dadurch so viel geld dass er sich das alles leisten kann. und das obwohl er die schule abgebrochen hat, seit er 15 is nichmehr zuhause wohnt und einfach sein leben (zumindenst oberflächlich) auf die reihe gebracht hat :0 da hat man durchaus große augen bekommen, wenn er so erzählt wo er war, was er gemacht hat und und und. aber nich auf so eine "schaut was ich gemacht hab!"-weise, sondern auf ne sehr sympathische. Und malwieder sah er genauso aus wie jemand den ich kenne. Soviel zu Adam, dem Weltreisenden.

AUCH super intressant! zumindenst für mich. teilweise fang ich an die wörter eher nach ihrer bedeutung zu fühlen und zu denken und nich in einer sprache. weil ich teilweise weg vom deutschen bin aber noch nich genug im englischen. z.b. kann ich teilweise nich sagen in welcher sprache ich träume, weil es eher.. nunja nich wirklich ne sprache hat. eher das Gefühl. um das mal kurz anzuschneiden. Intressante entwicklung :)

So, das wars jetzt an sich zu meiner Zeit mit der Nina :) es war eine schöne Zeit und wird hoffentlich wieder eine weitere schöne Zeit irgendwann geben.

Somit, danke fürs durchkämpfen :)
Auf wieder-lesen.