Samstag, 21. Dezember 2013

Einfach ein glücklicher Tag.

 Seid gegrüßt eventuelle Leser :)

Es kommt also zum 11.11.13, einem Montag, der bei mir als einer der glücklichsten Tage eingegangen ist.
Und noch dazu, war das Faschingsanfang! Also war schon mal eine lustig heitere bunte Atmosphäre vorprogrammiert.
Was nun folgen wird, is einfach die Beschreibung eines sehr glücklichen Tages an dem alles zueinander geführt hat und wäre eine Sache anders gewesen, dann wäre vermutlich viel tolles nicht passiert. Aber sogenau wissen tut man das ja eh nicht, ne. Aber fangen wir mal an :)

Ich bin also bei der Caretakerfarm und die liebe Audrey wollte mich mit nach Auckland nehmen und ich wollte von dort dann nach Tauranga hitchhiken um meine lieben beiden Freunde zu besuchen. Der Plan war glaubich, dass wir die Farm um halb 9 verlassen. Morgenmensch, wie ich ja bekanntlich bin, ne, bin ich schon um 7 aufgestanden um den Tag zu begrüßen und in Ruhe zu frühstücken und mein Zeug zu packen und mcih von allen zu verabschieden und so weiter. Bzw. das war mein Plan. Ich bin dann doch erst um halb 8 aufgestanden :0 Hab mich dann ins Wwoofer Haus gesellt und hab meine liebste neuste Kreation zum Frühstück gegessen. Toast mit „Nutella“, Peanutbutter und Waldfruchtmarmelade. OIDA is des göttlich :D da könntich mich so reinlegen. Eigentlich hab ich mich schon auf ein käsesandwich gefreut mit meinem allzeitbeliebten knoblauchsalz und chillisalz aber meine liebe Nachfolger haben das alles aufgebraucht. Die Schweine! Musstich wirklich kurz böse werden. Da machen die ernsthaft mein Knoblauchsalz aus! Aaaaaargh. Aber so hab ich wenigstens eine neue Kreation gefunden, die ich über alles liebe :D also alles halb so wild. Wie die meisten Sachen im Leben. Außer die Wilden Kerle.
DIE sind WIRKLICH wild. Kennt man ja.
Ich hab mich also mit meinem Frühstück vergnügt und die liebe Andrea hat währenddessen den Abwasch gemacht und mir daweil von ihrer Arbeit erzählt. Und natürlich ist ihre Arbeit bestehend aus dem allzeitbeliebten Lieblingsthema hier in Neuseeland. Das Schulsystem. Sie is Lehrerin an so einer Grundschule, die so neue Lernmethoden verfolgt. Also jedes Kind macht das am meisten was es will und lernt somit am besten weil es das auch lernen will. Um das mal sehr vereinfacht zu sagen. Fandich sehr intressant, noch dazu hat die Gute im herrlichsten österreichischem Akzent geredet :D die redet auch österreichisches Englisch. Ach awesome diese Österreicher. Die Andrea hat sich dann auchnoch fertig gemacht, die wollte nämlich mit Zion in den Zoo in Auckland. Also is auch mit der Audrey mitgefahren. Aber wie man die Audrey so kennt, war so sogar um halb 10 noch nich fertig, bzw. man hat sie bis dahin noch garnich gesehen. Bzw. ich zumindest nich, irgendwo is sie ja immer. Die gute Audrey. Jaja… die Gute.
Letztendlich bin ich aufjedenfall dann wieder sehr viel länger rumgehangen als geplant war, aber das is wohl die Story of Caretaker. Einfach.. Standard. Bin dann von menschen zu menschen gestrahlt, hab bisschen anderen Leuten beim arbeiten zugesehen, und was man halt so mach, ne. Irgendwann kam dann die liebe Audrey angerauscht und meinte dass wir jetzt fahren und wir schon längst hätten fertig sein sollen und sie jetzt fährt.
So wäre es gewesen wenn das Leben immer gleich ist. Die treuen eventuellen Leser wissen natürlich, dass es genau so das letzte mal war als ich die Farm verlassen wollte.
Diesmal war jedoch alles eher gechillt. Audrey meinte wir fahren jetzt dann los, wir habens Gepäck ins Auto geworfen und dann kam ne Joggerin von oben von der Straße runtergejoggt und hinter ihr ein Hund. Und dann war irgendwie alles viel zu schnell und ich habs garnich gescheid mitbekommen obwohl ich direkt daneben stand. Frodo, der große schwarze Labrador von der Farm is total ausgerastet wegen dem anderen Hund und ich weiß nich warum aber aufeinmal war der Frodo dann auch draußen auf der Straße und die beiden Hunde haben sich mega angegangen und Audrey hat wild rumgeschrien und Jackie is auf die Hunde zugerannt und Camille stand irgendwie zwischen den Hunden und ich bin dann auch auf Frodo zugerannt und hab versucht ihn wegzuziehen und alles totales Chaos und waaaah. Ich habs dann geschafft den guten Frodo am Band zu packen und Jackie hat ihn dann hinters Gate geschleift und somit weggesperrt und der fremde Hund stand dann einfach da und Bryan is voll ausgerastet dass der Frodo so ein dummer Hund ist und der fremde Hund voll lieb ist und blaah und alle waren aufgeregt und verwirrt und Hui. Hat sich dann rausgestellt, dass der Hund von irgendwelchen Nachbarn von ganz oben von der Straße is und der da immer nur angekettet is und nie freilauf hat und dann ab und zu abhaun kann und sich dann quasi selbst Gassi führen geht und halt die Straße entlang läuft. Und dabei halt ab und zu Truthähne oder Ducks oder Hühner tötet. Deshalb ist der ziemlich ungern gesehen von der lieben Audrey. Die hat sich dann auch tierisch aufgeregt und dann kam noch raus dass Camille währrend dem Hunderaufen gebissen wurde und jetzt ne Bisswunde an der Hand hat. Allerdings war das meines Wissens Frodo, der Unartige. Audrey war alles andere als erfreut und hat dann den Tierfänger angerufen und sich beschwert und hat versucht die Menschen anzurufen denen der Hund gehört und alles großes Trara und joa. Somit hat sich alles noch mal ziemlich verzögert und wir waren noch mal länger als geplant auf der Farm. Jackie hat sich dann den hund geschnappt und ihn zurück gebracht und Bryan hat wild protestiert dass es ein gutes Hündchen is und Audrey nicht so gemein sein soll. War richtig süß zu sehen wie Bryan den Hund verteidigt hat. Gott weiß warum er das getan hat, aber okey. Nachdem Camille dann verarztet wurde und wir alle wild rumgeschrien haben und im Kreis gelaufen sind, sind dann schließlich Audrey, Andrea, Zion und ich losgefahren richtung Auckland.
Aufm Weg hat dann die Audrey noch mal mit dem Tierfänger oder Tierheim telefoniert. Mim Pound. Und hat sich beschwert auf ihre Audrey-Weise wo man lieber einfach ruhig bleibt und alles hasst was sie hasst. Aber war ne sehr coole Autofahrt. Audrey hat von ihrer Familiengeschichte erzählt und des war super intressant. Hat von Tamarah erzählt, ihrer Jugend, wie Audrey sie erzogen hat, von ihrem Vater, dem Pat, und und und. Da hat man dann auch wieder ne andere Sichtweise auf Audrey. Und ihr Leben und etc. Und insgesamt isses ja sehr intressant wenn man so ie Hintergründe von Menschen erfährt. Insgesamt hab ich eigentlich ziemlcih viel über die Audrey übers Wochenende erfahren. Und da merkt man auch wieder, dass es erstens viel angenehmer und zweitens viel förderlicher für ne Beziehung ist, wenn man anfängt mehr über jeweils den anderes zu reden und zu erfahren. War richtig nett mit ihr. In Auckland angekommen hält sie dann vor ihrer Uni, da wo wir uns das erste mal getroffen haben und joa. Dann plant die liebe Andrea ihren Besuch im Zoo und ihre Rückreise mit der Audrey und fragt mich was mein Plan jetzt ist. Und ich mein halt „jou, ich will nach Tauranga hitchhiken“. Und Booom.
Audrey schaut mich relativ geschockt an und meinte dass wenn sie das gewusst hätte hätte sie mich schon längst irgendwo ausgesetzt. Weil es nahezu unmöglich ist aus Auckland rauszuhitchen weil dich niemand mitnimmt weil die Highways sich hier so verzweigen und jeder in andere Richtungen fährt und man deshalb nich wirklcih aufgegabelt wird weil man nur in der Stadt aufgegabelt werden kann weil man aufm Highway ja nich stehen darf. Und des is so wie wenn man in München an der Straße steht und versucht zu hitchhiken. Da wird niemand anhalten, weil auch nich wirklcih ne gute Möglichkeit is um anzuhalten und die Straßen 3 spurig sind und all diese ganzen Probleme halt. Dachtich mir dann auch JA COOL.
SCHEISSE.
KACKE.
Damnit.
Audrey meinte dann dass wir da vorher hätten miteinander reden müssen und ich war nur so „Nooooooooooooooooooin. Es hätte soviel einfacher sein können.“
Und hier fings dann an dass mein Tag wirklich schön wurde und einfach herrlich, aufgrund das Verhalten anderer Menschen. Und glücklicher Koinzidenzen. Audrey meinte dann dass wir das alles retten und ich einfach mit in ihr Büro kommen soll und dann machen wir für mich ein Hitchhike Schild und dann versuchen wir das Beste. Und dafür war ich sehr sehr dankbar. Andrea wollte dann mit Audrey noch nen Zeitpunkt ausmachen wann sie zurückfahren und bla bla. Aufjedenfall kamen wir dann zum Problem, dass Andrea noch keine neuseeländische Nummer hat.
MEINE CHANCE.
Wie (erneut) die treuen eventuellen Leser wissen, hab ich in meinen ersten Tagen in Auckland für 25$ ne Simcard gekauft. Die ich aber nich verwenden konnte weil mein Handy ein Simlock hat. Und noch dazu eine Simcard da eh dabei war. Also hatte ich ne extra Simcard. Und hab unnötig geld ausgegeben.
Ich ergriff also die Chance und hab der Andrea die Simcard angeboten für 20$. Also da müssten ja 20$ guthaben drauf sein. Also hab ich auch meine Simcard losbekommen. SUCCESS!
Ich hab mich dann brav verabschiedet und bin dann mit der lieben Audrey erstmal zu sonem Prüfungsdinghaus gefahren, weil sie Prüfungsbögen abholen musste. Die is ja Lehrerin an na Uni, ne. Und oida. Man könnte denken, die haben da hochgefährliche oder wertvolle Dinge. Des sind ja mega die Sicherheitsmaßnahmen. Man darf da nichmal mim Auto hinfahren, wenn man nich berechtigt is. Die gute musste dann erstmal mit nem Lautsprecher reden um eingelassen zu werden. Ich durfte ihr dann helfen die Fragebögen zu zählen und schließlich ins auto zu tragen. Dann ab in ihr Büro und ein Schild machen mit „Tauranga South Hamilton“. Hab ncih ganz verstanden wieso sie Hamilton drauf geschrieben hat, weil ich da ja garnich hin will :D aber naja, Audrey wird wissen was sie tut.
Und um das mal wirklich festzuhalten. Ich war einfach überglücklich und unfassbar dankbar für diese Hilfsbereitschaft. Also an sich isses vlt nicht so eine große Sache, aber es war für mich einfach der Schwimmreifen auf offener See. Und einfach herzhaft und so selbstverständlich dass sie mir hilft und man hat richtig gemerkt dass – egal wie komisch sie ist – sie auch einfach ein gutes Herz hat und immer hilft wenn sie kann. Es hat mcih einfach verdammt glücklich gemacht dieses Schild :D Und einfach haaaa. Danke Audrey, vielen Dank. Vielen Vielen Dank.
Außerdem konnte ich somit auch mal sehen wie es in so einem Prüfungsvorgehen eigentlich so vorgeht. Nämlich dass die gesichert werden wie der liebe amerikanische Präsident.
Sie hat dann überlegt wo ich mich am besten hinstellen könnte. Und ich musste da überall hinlaufen zu den Plätzen die sie gesagt hat. Aufm weg aus ihrem Büro heraus kam ihr dann ne Eingebung für nen anderen Platz und dann hat sie gleich nen Mann gefragt, der da rumgestanden is was er so denkt und er meinte auch so, dass das vermutlich das beste ist. Und da musste ich nichmal hinlaufen mit meinem Gepäck. Da konnte mich die liebe Audrey einfach aussetzen <3
Somit stand ich an na dicken Straße direkt bei der Einfahrt zu na Tankstelle. Da kommen ja viele Leute vorbei und nachdem da eh viele halten, is die Wahrscheinlichkeit ja auch nich so schlecht, dass ich aufgegabelt werd, ne.
Achja, hab ich schon erwähnt dass es ebenso super war, dass die Audrey mich überhaupt mitnehmen konnte nach Auckland? Ich wollte ja eigentlich hitchhiken und das wär dann vielleicht noch mal komplizierter geworden, als das was dann eh schon war. Also auch danke dafür, liebste Audrey :)
Ich hab mich dann also herzlichst von der Guten verabschiedet und stand mit meinem schönen Schild an der Tankstelleneinfahrt. Mit der vergewisserung dass es sehr schwer sein wird aus Auckland raus zu hitchen. Aber mein schönes Bauchgefühl sagte mir „das isn guder Platz, mein Junge!“. Also stand ich strahlend im strahlenden Sonnenlicht an der Straße und Daumen rauf!
Übrigens auch ne ziemlich coole Sache meines erachtens :D dass man Daumen rauf macht. Also immer Thumbs Up! Das ist so Positiv *__*
Einzige Sache, die bisschen depremierend daran ist, wenn man an einer Tankstelleneinfahrt steht: es biegen immer Leute ein und du hast immer diesen kurzen Hoffnungsschimmer dass sie wegen dir anhalten. Und dann winkst du dieser Hoffnung hinterher. Aber immer noch mit Daumen rauf.
Nach unzähligen Autos, einer Kurzen Einbildung dass da auf der anderen Straßenseite Louis und Daniel (meine deutschen Wwoofer-Freunde) rumlaufen und ebenso unzähligen Autos, die mich anlächeln und ihre Daumen raushalten … Kam dann dieser Moment.
Es wurde hinter mir gehupt und ich dreh mich um und mir winkt ein Mann zu. Bereit mich mitzunehmen. Jauuuuusaa!
Der Mann is aufm Weg nach Hamilton. Zwar nich direkt mein Zielort aber wenigstens raus aus Auckland. Und somit DANKE meine liebe Audrey, dass du Hamilton auf mein Schild geschrieben hast :) und wer sich hier schon die ganze Zeit fragt, wer eigentlich dieser Hamilton is oder ob ich einfach nur zu doof bin Hamlet richtig zu schreiben. Hamilton is ne Stadt auf der Nordinsel im Süden von Auckland. Mehr braucht man da nich sagen, wer mehr wissen will, ihr wisst ja, wer euer Freund ist. Google.
Ich bin also freudig ins Auto gestiegen. Und davor hab ich sogar mein Gepäck ins Auto getan.
Und ernsthaft. Diese Autofahrt war ungeföhr. Hui *__* und die schande ist, dass ich es vermutlich nichtmal annähernd rüberbringen kann, wie bedeutend diese Autofahrt war. Zumal weil ich selber gar nicht weiß warum. Zumindenst das was ich weiß, kann nicht der einzige Grund sein. Oder die einzigen Gründe. Mich hat die Begegnung aufjedenfall noch Tage danach beschäftigt. Jetzt, ungefähr n Monat später, denk ich zwar noch im Guten Sinne zurück, aber so ganz verstehen tu ichs auch nichmehr, wieso ich da eigentlich so glücklich war. Deshalb wird die Beschreibung vermutlich nicht wirklcih anders oder mehr besonders. Und falls doch, dann merkt man nur die Awesomeness dieser Begegnung.
Ich nenn den Mann jetzt auch einfach mal „Mann“, weil ich selber den Namen bis zum Ende nicht wusste.
Ich hab also gleichmal die Standardfrage rausgehaun „Do you live in Hamilton or why do you go there?“. Und dann hat der Mann mir erzählt, dass er eigentlich aus Südafrika kommt und hier in Neuseeland einwandern will und in Hamilton nur eine Nacht bleibt und danach nach Wellington weiterfährt und er auf der Suche nach Arbeit ist und Vorstellungsgespräche hat. Dann hat er mir von Südafrika erzählt, dass da der Rassismus immer schlimmer wird und er deshalb seine Familie hier nach Neuseeland retten will, weil es auf den südafrikanischen Straßen immer radikaler und brutaler wird. Deshalb hat er Angst um seine Familie und will nich, dass seine beiden Kinder (ich glaub die waren 2 und 3) in so einer rassistischen Umgebung aufwachsen. Zumal es für Weiße immer gefährlicher wird. Mich selber hat des ehrlich gesagt ziemlich „mitgenommen“, weil ich gar nicht wusste dass das Thema Rassismus und die Wirkungen der Apartheid immer noch so einschneidend sind. Hab mich dann auch erstmal wieder ungebildet gefühlt. Deshalb war es vermutlich noch mal intressanter quasi das alles aus erster Hand zu erfahren. Und man konnte auch richtig merken, dass er wirklcih Angst um die Familie hat und es anfängt um Leben und Tod zu gehen von da, wo er herkommt. Leider weiß ich auch nichtmehr wo genau er herkommt. Aber ich geh mal nicht davon aus, dass seine Heimatstadt die einzige ist, die immer radikaler wird.
Vermutlich war ich einfach naiv oder ich hab einfach nie wirklich drüber nachgedacht, wie es in Südafrika eigentlich ist. Ich hab in der Schule im Englischunterricht über die Apartheid gelernt, das schon. Aber trotzdem wars bei mir irgendwie nicht so im System.
Das ist quasi so als hätte mir jemand gesagt, dass irgendwo auf der Welt gerade Krieg ist und ich hab davon rein gar nichts mitbekommen. Bzw. es war bei mir einfach nicht im System. Und laut dem lieben Mann kommt es bald zum Krieg in Südafrika. Nich von Nationen, sondern von Schwarz gegen Weiß.
Das sagen ja eh schon die meisten, dass die nächsten Kriege nichtmehr Nation gegen Nation sind. Sondern Bürger in Nationen und es deshalb auch schwieriger wird was dagegen zu tun. Weil man nicht weiß wer genau eigentlich der „Übeltäter“ ist bzw. wer dahinter steckt. Wenigstens dieses Thema hab ich aus meinem Sozialkundeunterricht mitgenommen. Und genau dieses Problem herrscht jetzt in Südafrika. Und nach den eigenen Worten vom Mann, rüsten beide Seiten auf. Und dieses Aufrüsten is auch schonwieder so ne Sache. Die meisten rüsten nicht auf, weil sie wirklich „Krieg“ wollen, sondern weil sie wissen, dass die Spannungen steigen und sie deshalb etwas wollen um sich zu verteidigen. Und so kommts dann wieder dazu, dass mehr Leute im Besitz von Waffen sind. Wodurch wiederum wieder mehr Leute Angst vor den anderen bekommen und sich ebenso Waffen zulegen. Teufelskreis, ne.
Und was ich hier absolut nicht rüberbringen will, is dass ich jetzt Experte im Thema „Krieg in Südafrika“ bin. Ich sag hier nur was ich für Eindrücke durch den Mann erhalten hab, die natürlich wiederum auch subjektiv sind. Aber vermutlich näher an der wirklichkeit als die meisten Medien. Aber was ist schon die Wirklichkeit.
Aufjedenfall hat dieser Mann wegen diesen Gründen einfach Angst um seine Frau und seine beiden kleinen Kinder und will alles tun um sie zu beschützen. Das wurd im Gespräch auch sehr deutlich, dass er absolut ein Familienmensch ist und die Familie an höchster Stelle steht.
Vielleicht sag mal noch kurz wie der Gute aussieht:
Ich hab ihn glaubich nur im Auto sitzend gesehen… yup, also ich hab quasi ncih wirklcih nen Eindruck vonwegen „von Angesicht zu Angesicht“. Ich könnte also nich sagen wie sein rechts Ohr aussieht weil ich ihn ja nur von links gesehen hab. Aber ich glaub er is so mittelgroß, etwas festerer von er Statur um nicht zu sagen bisschen dicklich. Hat ne glatze, rundes gesicht, sehr nett aussehende augen un joa. Ich glaub er is ende 30, anfang 40. Mir fällt zum vergleich vom aussehen leider nur wer ein den vermutlich viele wieder nich kennen. Beim film „der Wixxer“ gibt’s im BlackWhiteCastle nen blinden Angestellten. So ungefähr sieht der gute aus. Nur nich so dümmlich.
Er hat mir also relativ viel über die Situation in Südafrika erzählt und auch irgendwie auf ne Weise… naja, da hat man gemerkt, dass das einfach wirklich ein Thema ist.
Ich persönlich hab große Schwierigkeiten mit dem Schulfach Geschichte. Bzw. ich hatte. Einfach weil ich mir das alles nich merken kann und es ja auch nicht wirklich was ist mit logik sondern alles fakten. Und ohne meine „reizende“ geschichtslehrerin schlecht zu machen. Spannend war das nicht zu nennen, was die da fabriziert hat. Und an sich binich intressiert an der Geschichte. Ich hör Menschen gerne zu wenn sie mir darüber was erzählen und dann merk ichs mir auch eher. Aber dann isses im Sinne eines Gesprächs und einfach intressant und nicht das allzeitsbeliebte Problem von „DU MUSST DAS LERNEN, KIND!“.
Somit war das für mich noch mal besonders mit dem lieben Mann. Und vor allem, weil er wirklich emotion gezeigt hat und detailreich war und mir viel über sein Privatleben erzählt hat. Was man jetzt vlt nicht unbedingt nem Fremden erzählen würde.
Wobei man das auch nicht wirklcih so sagen kann.
Ich selber stell fest, dass ich teilweise mit Leuten hier offener rede als mit manchen Freunen. Eben WEIL sie fremd sind und sie mit den Informationen eh nichts anfangen können. Man sieht auch nicht jeden Menschen zweimal im Leben. Und selbst wenn.
Das Gesprächsklima war aufjedenfall sehr offen und ich habe das wirklich sehr geschätzt. Und er schien mir jetzt auch nicht wie so Menschen – von denen ich leider viel zu viele kenne -, die jedem beliebigen Menschen ihr ganzes Leben erzählen, einfach um sich reden zu hören oder bestätigt zu bekommen wie arm sie doch sind.
Was ich hier einfach klar machen will, der Mann war super und das Gesprächsklima war besonders.
Er hat mir noch von seinen Geschwistern erzählt. Dass einer seiner Brüder durch Europa gereist ist, aber anstatt das Reisen an sich wirklich zu genießen und insgesamt einfach zu wachsen, kam er zurück als Junkie, angefangen mit Weed und Heroin. Jetzt hängt er in seiner Heimat rum, will nich arbeiten un gibt das geld der eltern für alkohol und drogen aus. Wie man sich denken kann, war der Mann da nicht sehr glücklich darüber. Er hatte glaubich noch einen Problem-Bruder, aber dessen Geschichte ist mir entfallen.
Im Gespräch hab ich ihm dann von meinen bisherigen Reiseerfahrungen und erkenntnissen erzählt. Vor allem vom Schlag ins Gesicht durch den lieben Siddha-Spiegel. Ich hab ihm relativ ausführlich erzählt wie sehr mich das belastet, aber ich auch froh bin diese Erkenntnis bekommen zu haben. Und hier möchte ich auch noch mal festhalten dass ich absolut nicht der Mensch bin, der so was wildfremden Leuten erzählt. Manches würd ich auch Freunden nicht so direkt sagen. Einfach, weil man solche Informationen schnell einem ins Gesicht treten kann und man danach vlt bereut sich so verletzlcih gezeigt zu haben. Und ich glaub deshalb hat mich diese Begegnung mit dem Mann so fasziniert. Weil ich viel über mich geredet hab/von mir preis gegeben hab. Ohne ersichtlichen Grund. Ich weiß nicht warum, aber es war so. Und genau das ist dieses besondere Gefühl. Er hat mir dann eben auch viel von seiner Familie erzählt und wir haben über Familie im allgemeinen geredet und Jugend und Reisen und Erwachsen werden und und und.
Und dann kam das Straßenschild, das die Abbiegung nach Tauranga angezeigt hat.
Aber nunja. Manchmal nimmt man Umwege in Kauf, weil man weiß, dass dieser Weg einfach schöner ist. Und somit hab ich den Mann nicht darauf hingewiesen, dass ich da raus muss, sondern bin mit ihm weiter nach Hamilton gefahren und hab das Gespräch herzhaft genossen. Und wie man so schön sagt: Ich bereue nichts!
Ich kann schwer sagen wie groß der Umweg war. Aber er war groß und hat das hitchhiken komplizierter gemacht. Könnte man denken. Bzw. es war komplizierter. Aber einfach wunderbar.
Aber bleiben wir noch bisschen dabei, wie super dieser Mann war. Bzw. das Gespräch.
Ein Mann, der aus seiner Heimat Südafrika flieht, weil er seine eigene junge Familie vor dem Rassismus und der Gewalt beschützen will. Da könnte man davon ausgehen, dass er total antirassistisch ist und gegen jede Unterscheidung der „Rassen“ ist.
Das ist er auch.
Aber das war er nicht immer. In der tat war er das nicht bis er ende 20 war.
In seiner Lebzeit zuvor war er der Vorzeige Rassisten-teenager. Hat schwarze Leute diskriminiert, hab sogar Leute mit steinen beworfen. Nur wegen der Hautfarbe. Er kannte die Leute nichtmal, aber es war nun mal ein Spaß diese Leute zu diskriminieren. Sie auszugrenzen. Zu demütigen. Seine Freunde haben es getan, er hat es getan, alle hatten Spaß daran. Alle bis nun mal auf den, der mit Steinen beworfen wurde, ausgelacht wurde und öffentlich diskriminiert wurde. Wie gesagt, der Rassismus ist quasi im Umfeld. In der Erziehung.
Kurzer Input: wie vermutlich die meisten wissen, ist (ich glaub) am 5. Dezember Nelson Mandela verstorben. Und um ehrlich zu sein, malwieder hatte ich nicht wirklich Ahnung wer das war. Ich kannte den Namen, ich wusste er war bedeutend. Aber nicht genau weshalb. Abgesehen also davon dass es eine Schande ist, wie blind ich teilweise durchs Leben lauf, hatte die Unkenntnis den Vorteil dass ich mir sagte „das geht so nichtmehr. Ich kann nich immer nur erwarten, dass meine Lehrer mir Geschichte beibringen. Ich muss endlich selber anfangen mich um Wissen zu kümmern.“ Mir war das natürlich vorher bewusst. Aber da war wieder er gute alte Unterschied: Man kann Sachen wissen. Aber erst wenn man sie fühlt, weiß man ie Bedeutung. Oder wie bedeutend sie sind. Ich hab also meinen Freund Google benutzt um mich zu erkundigen un hab auch Wikipedia durchstöbert. Und jetzt kann ich mich nur noch mehr schämen dass ich nicht genau wusste wer Nelson Mandela war. Aber jetzt weiß ichs.
Weshalb ich das hier erwöhne ist eigentlich, weil ich deshalb in einem Magazin über Nelson Mandela folgendes Zitat gelesen hab (das ich wörtlich nichmehr weiß, aber sinngemäß):

Kein Mensch ist von Natur aus mit Hass gegen andere Rassen geboren. Der Hass gegen andere ist eine Sache, die das Kind von anderen lernt und sie nicht hinterfragt.

Oder so ähnlich. Vermutlich ist das hier nichtmal annähernd ähnlich zu dem was eigentlich da stand. Die Aussage die ich aufjedenfall ausdrücken will, is dass es dämlich ist Menschen zu hassen, weil es der Mainstream tut. Weil es deine Eltern dir sagen. Weil all deine Freunde schließlich auch diesen Hass haben.
Schwachsinn.
Und deshalb war es auch richtig intressant von dem Mann von seiner rassistischen Vergangenheit zu hören. Und zwar mit voller Ehrlichkeit und Offenheit. Warum es sich so geändert hat, ist weil er bei seiner Arbeit mit Schwarzen zusammenarbeiten musste. Und was ihn zum ersten mal übberrascht hat war, dass deine Kollegen ihn nett un normal behandelt haben, ungeachtet der Hautfarbe. Einfach mit gesundem Respekt und nett. Und schließlich hat er sich wirklich mit ihnen angefreundet und dann kam wohl dieser große KLICK im Kopf.
„Rassismus ist Schwachsinn. Was mache ich eigentlich?“
Und seither ist das anders. Er konnte sich sogar an das genaue Datum erinnern, wann as alles passiert ist.
Und somit wachsen seine Kinder nicht mit rassistischen Gedanken auf. Sondern werden damit erzogen, sich nicht von anderen zu unterscheiden, weil die Hautfarbe anders ist.
Nach dieser äußerst intressanten Erzählung kam es dann zu gegen Ende. Aber einen „Rat“ gab er mir noch. Eine Weisheit.

It’s luck when opportunity meets preparation.

Denkt drüber nach.
Ich persönlich find das nen absolut super zutreffenden Satz :) Die Aussage is einfach super. Vorallem weil sie vom Mann kommt.
Es ergab sich also dass unser Beisammen sein gen Ende ging. Und nachem nicht nur ich die Begegnung genossen hab, meinte er, ich kann ihn gerne auf Facebook suchen und wir bleiben in Kontakt. Und es würde ihn intressieren, wie es mit meinen Reisen vorangeht. Ebenso intressierts mich wies ihm und seiner familie geht, wies mit der arbeitssuche löuft und so was, ne. Leider hab ich mich bis jetzt immer noch nich gemeldet. Aber nachem ja weihnachten näher rückt, werd ich ihm zu diesem anlass ne email schreiben und mich dann auch nach seinem leben erkundigen. Und nachdem er meinte ich soll ihn in facebook suchen, habich dann auch seinen Namen erfahren. Martin Nel.
Und nachdem man ja weiß, dass emails viel besser sind, als blödes facebook gelaber, hat er mir auch seine emailadresse buchstabiert.
M a r t i n c o r n e l l n e l  @ bla bla.
Als er mir des buchstabiert hat, dacht ich erst er is so jemand der ne emailadresse mit seiner frau hat und die cornelia heißt oder so. aber dann stand da martincornellnel@blabla da. Und dann hab ich gecheckt, dass er anscheinend Martin Cornell Nel heißt. Und für die lieben Menschen, die nicht verstehen was mich daran so fasziniert, nunja, ich heiß ebenso Cornel.
Und genau jetzt weiß ich nich ob ich das rüberbringen kann wie das gefühl war, dass da dann in mir war. Ich hab mich glaubich 2 oder 3 stunden herzlichst und offen und nett und gut und fabelhaft mit einem Mann unterhalten, dessen Namen ich nichmal wusste. Und dann kommt am Ende raus, dass wir den selben zweiten Namen tragen. Und ich hab noch nie jemanden getroffen der Cornel heißt^^ geschweige denn einen Südafrikaner. Und wenn man bisschen mim Namen spielen will: Martin Nel, rückwärts LEN N…- den rest bisschen umstellen – im ART. Oder quasi Lennart.
Sagt was ihr wollt, es ist SUPER :D is mir voll egal ob des schwachsinn is mit den namen oder was es überhaupt bedeuten soll. Ich finds einfach intressant. Und super. Er hat meine namen in seinem :0 und nebenbeibemerkt, is es mal super cool Nell Nel am ende zu haben.
Quasi Nelception.
Ach Martin, du bist einfach ne coole Socke. Cornel-Check.

Er hat mich dann in Hamilton an einer Ampel am Highway ausgesetzt. Und joa. Das war das Problem. Es war am Highway. Man darf am Highway ja nich hitchhiken. Noch dazu war der Platz total ungeignet, nachem es an einer Ampel an einer Kreuzung war, wo niemand halten konnte. Und ich kann ja nich einfach mein Zeug in ein Auto werfen wenn Rot ist und sagen „Hey du darfst mich jetzt mitnehmen“. Aber das war erstmal kein Problem. Ich war schliesslich überglücklich Martin kennen gelernt zu haben. Ich hab ann erstmal mein Gepäck gegen nen Baum gelehnt und hab die Natur genossen.



Und dann gings auch wieder ans planen, was ich jetzt tue. Wohin ich laufe, ob ichs versuchen soll hier zu hitchhiken und so was. Schließlich habich dann beschlossen bisschen in die Stadt reinzulaufen. Zumindenst dachte ich dass die Stadt in der Richtung is, wohin ich gelaufen bin. Aufm Weg habich dann zwei Mütter im Gras sitzen sehen ie mit ihren Kindern spielen, also dachte ich mir „jou fragich die doch mal“. Und die eine hat mich konsequent nicht angeschaut beim reden :D sondern immer nur ihre Freundin. Hat mit mir geredet, aber kein Blockkontakt what so ever. Die hatten aufjedenfall nicht wirklcih Ahnung, aber konnten mir dann schliesslich doch ne Richtung sagen.
Hab ich schon erwähnt dass dieser tag super sonnig war? Dem zu folge auch super heiß? Ich durfte also wieder mit Schwergepäck durch wüstenhafte temperaturen wandern. So ganz verstanden hab ich dann auch nich was die Mütter mir da gesagt haben, weil nach ihrer Beschreibung wolang ich muss, sah das was ich gesehen hab nicht so aus wie das was ich hätte sehen sollen. Aber YOLO ich bin trotzdem weitergegangen, wird schon schief gehen. Allerdings binich dann mehr durch ne Wohnsielung gegangen als ne Straße die zu irgendnem hitchhikeplatz führt. Ich wurde dann auch random von nem Mann angesprochen Wohin des Weges ich denn sei. Ich erzähl ihm meine Trauergeschichte, dass ich eigentlich nur wahllos rumirre und er meint dann ich bin völlig falsch und die Frauen haben nur Schmarrn geredet. Ja gerne.
Er hat mich dann wieder zurück geschickt wo ich hergekommen bin und meinte ich muss der Straße folgen un dann kommt da ein gescheider Platz. Ich wollte zwar ungern da wieder zurück aber naja. Was solls. Ich war malwieder glücklich über die Hilfsbereitschaft der Menschen :) also dass ich angesprochen werd weil jemand das gefühl hat ich bin bisschen verloren. Das ist einfach super :) ich bin also wieder zurück des Weges, hab bisschen in der Sonne gelitten und wollte eigentlich echt nich so ewiglang am Highway entlanggehen, wenn ich nichmal weiß wohin eigentlich genau. Woingenau, wie ein weises Pokemon schon sagte.
Ich war also wieder aufm Fußgängerweg richtung meinem Platz am Highway und war immer noch verwirrt wo genau ich hin sollte. Dann kamen mir zwei Mädchen/Frauen entgegen un ich hab gefragt ob sie mir sagen können wo ich da hin muss. Und sie so „jaa klar! Wohin genau willst du? Achja wir wissen wo des is.“ Und dann meinte die eine zur anderen „Hey, wo müssen wir eich hin? Ach egal, wir können ihn da hinfahren, oder?“.
Hallo Hilfsbereitschaft <3 Also haben die beiden beschlossen mich mit ihrem Auto dahin zufahren. Allerdings mussten sie davor noch bei nem Supermarkt anhalten um ein Eis zu kaufen. Die waren auch wirklcih super nett :D waren zwei studenten, die grade Semesterferien haben und waren total intressiert an WWOOFing und was ich in Neuseeland so mach un machen will und wie ich so rumkomm und dass es total cool is zu hitchhiken und sie würden das auch gerne alles mal machen und hui. Die waren super nett und total frisch und locker und einfach sympathische Studenten. Hießen Holly und Hailey. Die Guten. Die haben mir dann lauter Sachen Empfohlen die ich machen sollte in Neuseeland und mir auch geraten mal im Internet nach so na Liste zu suchen für diese „Must-do-things“ in NZ. Habich zwar noch nich gemacht, aber jetzt wo ichs schreib, habich mcih wenigstens wieder dran erinnert. Aber das heißt ja nichts, ne. Nachdem wir also fröhlich Eis gekauft haben haben sie mich durch Hamilton durchgefahren um mir nen Eindruck von der Stadt zu verschaffen und folglich haben sie mich dann an jener berüchtigten stelle ausgesetzt wo ich am anfang hinkoordiniert wurde. Wenn man hier von koordinieren sprechen kann, wa.
AUFJEDENFALL! Dort ausgesetzt war ich malwieder mit glücksgefühlen überschüttet. Wobei man vermutlcih sagen kann is dass ich einfach gute laune hatte und mcih deshalb alles irgendwie glücklich gemacht hat. Aufjedenfall hat mcih des wieder voll geflasht dass ich sie eigentlich nur nach dem weg fragen wollte und sie dann ZACK BOOM jou wir nehmen dich mit, gar kein ding. An dieser stelle, ein dickes herz an Holly und Hailey!
Ich stand also an besagter Stelle, an der ich sogar hitchhiken durfte. Und es dauerte nicht lang dann wurde ich von einem süßen kleinem roten Auto aufgegabelt. Hab also meinen nächsten Hitch klargemacht, hab erstmal das katzenfutter vom rücksitz entfernt und mein gepäck reingeworfen.
Und es geht weiter mit einem super schönen Tag.
Es war eine Frau die in der Apfelindustrie arbeitet in der Stadt wo sie mcih letztendlich auch ausgesetzt hat von der ich dann weiter nach Tauranga bin. Ich glaub die stadt war Cambridge. Aber nachdem ich feststellen musste dass manche meiner Freunde, die teils ja auch teil der eventuellen Leser sind, nichtmal wissen wo eigentlich neuseeland liegt oder gar auf welcher halbkugel (Süden. Nicht Norden. Derjenige möge sich bitte jetzt noch mal schämen.), bringen die städtenamen vermutlich eh ncihts. Anyway.
Sie hat mir also von ihrer Arbeit erzählt und es war relativ intressant wie die Apfelindustrie ihr Apfelmarketing gestaltet. Dass sie vorraussagen welche Äpfel die nächsten Jahre in Mode sein werden damit sie diese züchten können. Und dann haben sie immer große Apfeltestessen bei denen sie nur äpfel probieren. Klang recht lustig :D war auch echt ne nette. Wir haben dann gemeinsam bisschen über die leute hergezogen die nach neuseeland kommen und sich konsequent weigern englisch zu reden. Fürchterlisch!
Wir haben zwar nich viel zeit verbracht es war genug zeit damit sie mir
Bam bam bam
Einen Job angeboten hat. Falls ich jemals wieder nach Cambridge komm und arbeit brauch sollich sie einfach anrufen und sie macht das klar, sie wäre froh mich an board zu haben.
Ja gerne :) Also habich an diesem tag auchnoch ein Job angebot bekommen. Was ich zwar ziemlich sicher nich benötige weil 1. cambridge anscheinend so was is wie das Tricks in Fürstenfeldbruck. Es ist da, aber niemand will hin. (das tricks is n „club“. Wisst ihr natürlich, ne.) 2. is des örtlich gelegen nicht wo wo ich arbeiten will. 3. is einfach unwahrscheinlich.
Aber wie ein weiser Teenie-Sänger schon einmal sagte. Never say never!
Ich hab also den Kontakt in der Tasche und genieße ein Jobangebot.
Habich eigentlich erwähnt dass mir auf meiner letzten farm, auf der Manawa Mai Farm mit der lieben Zsuzsanna Love auch n Job angeboten wurde? Die liebe Love hatte ne freundin dessen mann beim „roofing“ arbeitet und immer mal leute braucht. ehrlich gesagt -  DACHDECKER! Dachdecker is das wort. … ehrlich gesagt hätte ich da sogar gerne gearbeitet. Des klang ganz cool :) aber ich wollte nicht noch länger in der Nordregion bleiben.
Aufjedenfall hatte ich also wieder eine sehr positive hitcherfahrung durch die nette dame im roten auto. Danke dafür :)
Uuund weiter geht’s. sie hat mich dann irgendwo ausgesetzt, ich hielt den daumen raus, ein auto kam und hat mich mitgenommen. War ein älterer herr der äußerlich fast n bisschen komisch aussah. Als hätte der irgendwas mit seinem auge. Und er hat bisschen komisch geredet. Wie sich aber rausstellte war der erste eindruck schwachsinn. Des war n sehr netter mann mit normalen augen und er hat auch normal geredet. Bisschen genuschelt vlt. Aber da brauchich ja nichts sagen.
Der gute is in Rente und lebt in Tauranga in seinem Haus mit kleinem Garten und is sehr glücklich da. Somit hatte ich also auch gleich den direkten Hitch nach tauranga :) wir haben bisschen über seine arbeit als ehemaliger Kuhmelkmensch und so standard sachen halt auch, ne. Und ich hab dann auch meine frage gestellt:
„So, what would you recommend on the north island? Like a must-seen because it’s so beautiful.“
„My home. My farm. Do you want to visit it?“
Also hat er mich nach Tauranga gefahren und hat mir dann sein Haus gezeigt dass auf na Hügelkette leigt mit perfekten Blick auf die Hafenstadt tauranga. Und auf dein Berg Mount Maunganui, der an der Küste liegt. War ein wirklcih schönes Haus und er hat mir dann noch seine garage gezeigt in der er oldtimer herrichtet. Ich hab ja absolut keine ahnung von autos und weiß dementsprechend auch nichmal annähernd was as fürn auto war. Aber eins kannich sagen. Es war wunderschön *__* n richtig schöner oldtimer im tiefdunklem blau. Welch große Schönheit :)
Er hat sich auch mehrmals erkundigt ob ich für die nacht schon was zum schlafen hab, ob ich in nem hostel bin etc. Nachdem er sich so oft vergewissert hat glaubich wollte er mir anbieten bei ihm zu bleiben, aber ich hatte ja n date mit meinen beiden Freunden.
Und wenn ich das grad so les, klingt das vlt bisschen pedo von dem alten mann. Wars aber absolut nich, also wer da so was gedacht hat. NEEEIN.
Nach der hausbesichtigung hat er mcih dann zu meinem hostel gefahren, war für ihn selbstverständlcih dass er mich da hinfährt. Danke Peter :) also der alte Mann.

Somit binich also angekommen in Tauranga. Und hatte den schönsten Hitchtag meines Lebens. Die konkurrenz der Hitchtage ist zwar nicht groß, aber darum geht’s ja auch nicht, ne. Es war einfach ein echt schöner tag. Und die krönung war natürlich meine freunde wieder zusehen. Aber die waren noch arbeiten als ich ins hostel kam also binich bisschen durch tauranga spaziert. Ne ganz schöne süße stadt so. hab mich dann irgendwo hingesetzt und die tatsache genossen dass die stadt freies internet hat. Hab dann erstmal der Audrey ne email geschrieben wie mein tag war und dass ich ihr echt dankbar für ihre hilfsbereitschaft bin und ich das sehr wertschätze :)
Am nöchsten tag kam ne antwort so was wie „kein ding digga, bis dann.“
So typisch, ich schreib viel und der der antwortet sagt „jou zur kenntnis genommen, tschü“. Mit 2 zeilen. Naja. Gibt schlimmeres. Ich weiß ja dass die Audrey bisschen komisch is, ne. Aber einfach mit nem fetten Herz :) und deshalb kann man sagen was man will. Audrey bleibt die liebe Audrey.
Ich bin dann wieder zurück ins Hostel. Und Boom.
Meine beiden Freunde kamen daraufhin ins Zimmer und es war erstmal herzlichstes Wiedersehen :)
Weil ich an sich nicht wirklcih viel gemacht hab als ich in Tauranga war, hängich die 3 Tage jetzt auchnoch an.
Wir haben uns also wieder gesehen und ich hatte erstmal wieder probleme deutsch zu reden. Also ich hab halt einfach langsam geredet. Und da fühl ich mich ehrlich gesagt auch richtig unwohl. Normal wenn ich deutsch red, red ich recht schnell und joa, wie die jugend halt so spricht, mit nicht ganz korrektem deutsch. aber nach spätestens na stunde war das dann auch wieder normal und ich konnte genießen mit meinen freunden das schönste jugenddeutsch zu sprechen überhaupt.
Wir haben dann gekocht, gegessen und sind anschließend in sonen Rosengarten, der recht nah beim Hostel war. Also es war ja abend, bzw. Nacht. Vondemher dunkel. Und man hatte wunderbaren blick auf die beleuchtete Stadt und aufs Wasser. Da haben wir dann auch die 3 Abende gechillt und den Ausblick genossen.
Leider hab ich die beiden wirklcih immer nur abends gesehen. Aber das war absolut besser als gar nichts :) habich wirklcih sehr genossen. So schön es auch ist neue leute kennenzulernen. Genauso schön ist es auch mit alten freunden einfach zu reden. Und man kann über alles reden und sie wissen wovon man redet weil wir die selben leute kennen, die selben sachen etc. seeeeeeeeeeehr angenehm.
Tagsüber binich also eich nur rumgehangen, bin durch die stadt gelaufen, lag am wasser, war beim mount maungonui und bin da raufgegangen, hab oben gelesen, hab nem kandischen paar, dass ihr wasser vergessen hat mit meiner zweiten wasserflasche beschenkt und somit ihr leben gerettet (was auch sonst), hab die aussicht genossen, bin währrend dem lesen eingeschlafen, bin durch die stadt gelaufen auf der suche nach einem PaknSafe, n supermarkt und joa. Das wars ehrlcih gesagt auch schon. War aber ganz nett mal nur rumzuhängen :) und tagsüber einfach zu schlafen.
WEIL ICHS KANN.

Mein nächstes Ziel ging dann nach Rotorua. Zum lieben Paul Barton, der ein Iyengar Yoga Teacher is und auch Meditation unterrichtet.
Nachdem das hier jetzt allerdings schon Seite 11 in meinem Worddokument ist… Sag ich,
Danke fürs durchkämpfen :)
Ihr machts möglich.

Auf wieder-lesen.

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