Seid gegrüßt eventuelle Leser :)
In diesem Eintrag versuche ich mal das alles von meiner
ersten Farm zusammenzufassen und einfach ein Resumé zu verfassen. Und anbei
hoffe ich, dass ich das Wort Resumé richtig verwendet habe und das ´ richtig
gesetzt habe :D
Leider ist mein schreiben hier etwas belästigt, da mir eine
Katze Liebe abverlangt und ständig an meinen Armen und an meinem Bauch ihren
Kopf reibt. Aber was soll man machen. Katzen lieben mich einfach :D ausserdem
isses ein netter Lysi-Ersatz. Liebevoll und dennoch bisschen nervig. Perfekt :]
Das allgegenwärtige Problem ist allerdings wieder vorhanden,
ich weiß leider nicht was und wie viel ich schon erzählt hab, deshalb verzeiht
mir, wenn hier vlt was doppelt vorkommt. Oder gar dreifach, vierfach, fünffach,
GÖTTERZAHL! Die is sogar größer als Gegen Unendlich! BOOM. Insgesamt wird das
hier vermutlich ein Meisterwerk der Literatur und ihr könnt diesen Eintrag bald
im Buchhandel kaufen, umfassend mit paar 100 Seiten. Meine Gedanken sind groß,
meine Motivation breit und ich hatte heute Morgen einen Kaffee, sowie eine
Dauerzufuhr von Schwarzem Tee über den Tag. Die Vorraussetzungen sind gut und
die Segel werden gesetzt.
Fangen wir also an. Am besten vermutlich mit dem Aufbau der
Farm!
Aufbau der Farm
Nunja, wo soll man da anfangen. - Vermutlich da, wo es auch
beginnt!
Intelligenterweise habe ich kein Foto vom Driveway. Deshalb
eine lebhafte Beschreibung!
Ersteinmal aus der Sichtweise eines Autos.
Man fährt von Warkworth, eine größere Stadt (man beachte
hier die variable Relation von NZ und D… Warkworth ist vermutlich nichmal n
Viertel von Emmering.), Richtung Matakana nach Osten, circa… ich würde mal
behaupten 20 Minuten. Dieser Weg ist kurvig, er ist auf einer einfachen Straße,
doch zumindenst ist die Landschaft ringsum sehr schön zu begutachten.
Angekommen in Matakana trifft man auf einen Kreisel oder wie die im Englischen
sagen: ein Roundabout. HAHA :D Ohne schmarrn, als ich das erfahren hab, konnte
ich für längere Zeit leider nurnoch dauergrinsen :D ROUNDABOUT! Wer meinen
Enthusiasmus nicht versteht, sage bitte Roundabout laut vor sich her. Des
klingt nicht nur als hätte die Eleganz sich verwortifiziert, man bewegt sogar
den Mund in einem Kreis :D Ich habe nen Kreisel zuvor immer ganz legére Traffic
Circle genannt, aber Roundabout ist eindeutig eine Bereicherung für mein
Vokabular. Hihi, hierzu ein Input:
Ich war ja nach meiner Abifahrt 10 Tage in Schweden. Als mir
dort eine Tankstellenfrau dann auf Englisch erklärt hat wo ich zur nächten Werkstatt
komme, nannte sie den Kreisel mit vollem Enthusiasmus „Wuuuuuuuuuuuuuuuuh!“ und
machte dazu eine Kreisbewegung mit ihrer Hand :D SO kann mans auch machen,
würde vermutlich jeder auf der Welt verstehen. Und glücklicherweise enthielt
der Weg zu Werkstatt 3 Kreisel. Wuuuuh :D Das als kleine Ausführung, wie toll
und amüsant doch so ein Kreisel sein kann. Input Ende.
Sei Matakana nicht schon toll genug mit seinem Kreisel, es
hat auchnoch direkt daneben eine öffentliche Toilette in Maoristil. Interessanterweise
ist diese Toilette das einzige was wirklich Maori-isch aussieht hier in
Matakana^^ Anyway. Man fährt also ungefähr 10 Minuten weiter nach Whangateau,
dort wo meine liebe Farm beheimatet ist. Erreicht man das Ortsschild, fährt man
die erste Straße links hinauf und erkundet eine Straße aus Kies, die erstmal
bisschen grade aus geht, leichte langgezogene Linkskurve, etwas schnellere
Rechtskurve, Brücke, 100m geradeaus, Rechts, Geradeaus, Links, BRÜCKE!,
geradeaus, rechts, geradeaus, Brücke, laaaaange links Kurve mit einer Brücke
zwischendurch, einfach weil man hier Brücken liebt, und schliesslich ist man
angekommen. Man kann die Straße noch weiter geradeaus fahren, dann kommt man
auf den Berg wo Audrey wohnt. Achja, diese ganze Wegbeschreibung von eben hat
natürlich eine natürliche Steigung von Schon-so-ein-bisschen. Und gegen Ende
hin wird’s immer steiler. Ohja, wenn ihr jetzt also mal nach NZ kommt, ihr
wisst wie ihr her kommt. LEUTE! Es ist der WAHNSINN. Ich hab sogar ein Foto von
der 2. Kurve gemacht, hier bitte, BOOM:
Also, vor dem Grundstück (nun aus Sicht eines Fußgängers): Man
sieht einen relativ großen Hof, zugestellt mit 2 Autos, Pflanzen,
Gartengeräten, Wäscheleinen und vermutlich Bryan. Denn Bryan ist überall. Wenn
man ins Grundstück reinschaut kann man das Wwoofer-Haus sehen. Hierzu ein Foto
:)
Die Autos stehen da, wo ich stehe. Nun dreht sich die Kamera
nach rechts!
Die Sitzbank die hier zu sehen ist war ein häufiger
Treffpunkt für uns Wwoofer sowohl tagsüber als auch abends bis schliesslich
nachts. Es wurde gespeist, getrunken, gelacht, gesungen und über die
Weltgeschichte philosophiert.
The Barn! Hier seht ihr den Eingang, der eigentlich zwei
Glastüren beinhalten sollte. Doch dann kam Bryan und setzte alles in Flammen.
Naja, was heißt alles. Das innere Bücherregal direkt bei den Türen, von Aussen
ist schliesslich nichts zu sehen. Hier kampierten Daan und Cai, meine beiden
Weltphilosophen.
Das hier ist links vom W-Haus, das, der, die Dairy. Hier gab
es Früchte, Nudeln, kurz gesagt: alles was ein Wwoofer-Herz zu essen braucht.
Vlt nicht alles, aber sehr viel davon. Und unbegrenzt, hier war ein Platz zum
Gewicht-zunehmen :) an der rechten Wand des Dairy sieht man evtl einen Wasserhahn.
Hier war der Platz, wo ich einen Rekord aufstellte im Eimer, Becher und
sonstige Behälter-Putzen. Und dabei habe ich freudig zu R.E.M. gesungen und
gesummt. Nach paar Stunden war es nichtmehr allzu freudig. Außerdem kann ich
keine einzigen Lyrics von R.E.M. Außer das allzeit beliebte Losing my Religion,
und das is mal der absolute ober hammer! Also Vorschlag: um das Lesen hier mal
bisschen interessanter zu gestalten, geht auf Youtube und lasst Losing my
Religion im Hintergrund laufen. Wenn das mal nich ein Plan ist :]
Wenn man nun durch das kleine Gate rechts neben dem Dairy
geht bekommt man folgenden Anblick:
Hier sieht man wunderbar das Schild „Be nice or leave“. Also
war ich nice und bin dennoch geleavet. Nach 3 ½ Wochen, ja so is der Gang der
Dinge. Wenn man diese kleine Rampe hochgeht is links alles aus Glas und ne
Schiebetür und man tritt ein in das Reich, wo man isst. Ein riessiges
Wohnzimmer mit Küche, Fernseher, Sofas, Sitzecke und 3 Schreibtische mit
Laptops und sonstigem Zeug. Somit is der Raum wieder etwas kleiner. Tischmäßig
gibt’s hier nur so Couch-tische. Aber man gewöhnt sich dran mit Teller aufm
Schoß oder Schüssel in der Hand aufm Boden zu essen.
Hier rechts is irgendwo das Laundry-Haus und wenn man den
kleinen Weg hier weitergeht kommt man ins Reich der Tiere. Mal schaun ob ich
hierzu Bilder hab.
Wenn man durch ein Gate geht, einen 10m langen kleinen Weg,
sich unter einem Baum durchduckt und sich dennoch anstößt dann sieht man das
hier: BAMM! Das Chickenhaus.
Bzw. eigentlich ist es das gar nicht… das linke davon, da
gedeihen irgendwelche Tomaten und sonstiges. Munkelt man zumindenst,
tatsächlich sind da nur kleine grüne Etwas-Dinger. Und die etwas größeren die
man hier sieht aber naja. Unwichtig. RECHTS! Sind tatsächlich Hühner. Ganz
Junge, kleine Braune, die sieht man hier sogar. Und hier hängt das
Gefühlsbewegende Schild:
Okey, Schild, was auch immer du befiehlst.
Geht man links am Tomatenzaun vorbei sieht man… nunja, ein
anderes kleines Haus zum Zubereiten des Chicken und Turkey und Duck Futters.
Ah okey, hier stehts sogar. Man nennt es Feed Shed. Wie ich
gerade gesehen habe hab ich sogar ein Foto vom Chickenhaus gemacht, manchmal
bin ich eben doch mitdenkender als man so denkt. Also hier, das Chickenhaus!
Das hier rechts is der Feed Shed und das Huhngehege ist das
Gegitter hier, geht dann noch nach links zu na bisschen größeren Fläche und zu
einem tatsächlichem kleinen Haus. Man erkennt leider doch nicht so viel wie ich
dachte. Aber man sieht das Grünzeug am Boden! Wenn das mal nicht sehenswert ist
:)
Man kann dann wieder weiter gehen, bla bla. Relativ überall
hin. Wenn man noch mal das Foto von oben anschaut: links geht es einen Berg
rauf, rechts geht’s runter zu nem kleinem Teichsee. Klingt schöner als es ist,
eigentlich ist es, ums schlicht zu sagen, ein
Abwasser-Schlamm-Matsch-Wasser-Graben.
Man geht also weiter, sieht links bisschen Bäume, Pflanzen,
was es halt so gibt und kommt zu meinem Abreitsplatz! Zumindenst für 2 Tage :)
Nach meiner Arbeit sah es dann so aus:
Durchaus… anders. Zumindenst habe ich hier Rosenbegrenzungen
gebaut. Am nächsten Tag kamen dann noch Blätter hinzu und Aschekreise um die
Rosen. Denn anscheinend, wenn man Asche um die Rosen streut, werden die Rosen
besonders farbig-kräftig. Wieder was gelernt! Sofern das halt stimmt, ne.
Hier kann man jetzt weiter gehen, die Pfade werden kleiner
und zugewachsener, irgendwann kann man links runter zum Yin Yang-Garden gehen
und die Natur bewundern etc. Wenn ich Fotos find klatsch ich die hier noch
irgendwie rein.
Ouh ouh perfekt. Hier sieht man das Ducklin-Gehege. Das
vorderste, etwas niedrigere Gehege, habe ICH an den Rest rangebaut. Nachdem das
passiert ist hab ich die Ducklins in der Tat nurnoch in diesem Bereich gesehen
:) die lieben mein Gehege, ganz eindeutig :) joa, wie gesagt es gibt einige
Gärten und Pfade und Wälder und etc. was es halt so gibt.
Noch paar Fotos zu Up-on-the-hill und dem lieben Clay-Oven:
Das ist wo Audrey, Fabrice und Bryan wohnen. Tatsächlich
wohnen sie nur in dem Caravan, den man da im Haus sehen kann. Genannt „Big
Eric“. Anscheinend hat Audrey mehrere Jahre ihres Lebens in diesem Auto gewohnt
bevor sie diese Farm hier besiedelt hat. Da wo die Öffnung vom Haus is, is
eigentlich nur ein Raum mit Erdboden und Müll, da wo das Fenster in der Wand
ist ist ein kleiner Ofen, 2 Stühle mit Kissen und eine Autositzbank zum sitzen
und dahinter kann man eigentlich nicht gehen weil da irgendwas rumsteht.
Hier sieht man das schöne Zelt über dem Lehmofen und Fabrice
und meinen lieben deutschen Mitwwoofer, Daniel.
Das ist der Ofen aus der Sicht vom Caravan…
… und Ich und die Begeisterung für den lieben Clay-Oven von
der anderes Seite :)
Achja, und bevor jemand denken würde ich habe da tatsächlich
einen Flecken Bart im Gesicht. Das ist Dreck :D
Joa, das wars nun mal zum Aufbau der Farm. Das wurde hier eh
alles lang genug denke ich mal :D vor allem mit den ganzen Bildern. Word sagt,
das sind bereits 8 Seiten, und ich hab die Fotos sogar alle relativ DinA 7
Größe oder so gemacht. Oder sogar kleiner. Naja, ich muss das ja vermutlich nicht
lesen, deshalb danke, dass ihr es tut!
Kommen wir also zum nächsten Thema, dem Tagesablauf und die
Arbeit.
Tagesablauf und Arbeit
Wenn man nicht im Glück ist einen Day-Off zu haben, also
einen freien Tag, den man pro Woche einmal bekommt, steht der fleißige Wwoofer
frühmorgens auf und macht sich bereit für den Tag. Dies ist jedem selbst
überlassen wie er diese Vorbereitung trifft. Daniel und Luis haben nach paar
Tagen angefangen sich um 7 ausm Bett zu quälen und ne Runde laufen zu gehen.
Respekt sag ich da nur! Und glücklicherweise wurde ich deshalb anfangs auch
jeden Tag mit einem freundlichen DÖÖÖT DÖÖÖT DÖÖÖT DÖÖÖT geweckt. Um 7 Uhr. Von
dem allzeit beliebten Apple-Alarm. Die beiden haben sich dann ausm Zimmer
geschlichen und sind joggen gegangen. Hab ich meistens nichmehr mitbekommen
weil ich noch im Schlafdelirium war und vermutlich schonwieder im Reich der
Träume. Aber das hat sich gegen Ende auch gelegt, die Menschen sind
schliesslich einfach faul. Und somit haben sie aufgehört mich mit einem DÖÖÖT
DÖÖÖT DÖÖÖT DÖÖÖT zu wecken, weil sie selber viel zu müde waren. Die gute
Jasmin, oder Tschässminn wie sie genannt wird, bald auch bekannt als Jazz-Mint,
war ein Morgen-Mensch und hat gerne lange Zeit für ihr Frühstück. Also rumorte
Jasmin ab ca. 7/viertel nach 7 im Wwoofer-Haus. Vlt hab ichs nie erwähnt oder
vlt wurde es auch vergessen, deshalb zur Erinnerung: ich hab im Wwoofer-Haus
mit Daniel, Luis und Alex geschlafen und neben unsrem Zimmer is das
„Wohnzimmer“ der Wwoofer sowie die Küche. Also „Küche“. Nennen wir es
Küchenzeile. Oder einfach Waschbecken mit Geschirr nebendran. Dadurch, dass wir
nach kürzerer Zeit gefühlt 1000 Menschen waren, haben sich jedoch auch die
Morgengewohnheiten geändert. Den lieben Cai hat man z.b. letztendlich garnichtmehr
gesehen weils ihm zu voll im Haus war am Morgen. Der hat sich zu einer unknown
Uhrzeit sein Zeug jeden Morgen geholt und is irgendwohin verschwunden und is um
8 wieder aufgetaucht. Das sind so die einzig intressanten Morgengewohnheiten
vlt. Insofern ihr das hier als interessant empfindet. Ich hab mir also getrost
nie einen Wecker gestellt, da das entweder meine lieben Zimmergenossen mit
einem herrlichen DÖÖÖT DÖÖÖT DÖÖÖT DÖÖÖT übernommen haben oder mich das
harmonische Klirren von Frühstücksgeschirr und die Engelsstimmen meiner
Mitmenschen geweckt haben. Ich bin dann meistens so um halb 8 ausm Bett
gekrochen, gegen Ende auch um viertel vor 8, man wird nun mal alt und ist
nichtmehr so fit am Morgen. Ausserdem wars Schweinekalt am Morgen. Am Anfang
war das noch anders weils draussen kälter und regnerischer war und wir deshalb
nachmittags drinnen saßen und ein Feuerchen gemacht haben. Dann wurde die Natur
wärmer, die Sonne heißer und niemand hat mehr ein Feuer gemacht, weshalb das
Haus kalt blieb und somit die Morgende äußerst frostig. Ebenso wie die
Stimmung, das war eher ein beisammen sitzen von Müden und Toten. Nein so
schlimm wars nich :D es hat einfach jeder versucht sich zu wärmen und nich
unnötig Wärme zu verlieren durch mündliches Ausatmen. Anyway. Egal wie das
Morgenritual war, man musste um 8 Uhr fertig zum arbeiten sein. War ich anfangs
auch strikt. Aber wie man so in die Gewohnheiten verfällt, merkt man langsam
dass die liebe Audrey eh eine andere Uhr hat und es meist garnich auffällt wenn
man erst um viertel nach 8 das Haus verlässt. Was ich nie getan habe, aber es
wäre möglich gewesen. Dann durften 3 Leute mit den Hunden gehen, einer mit
Frodo und 2 mit den 4 kleinen Kläffern. Jack, der total nen Schaden hat, Gipsy,
die gegen Ende RICHTIG horny war und ständig Frodo besprungen hat. Und ja,
Gipsy is die Frau und Frodo der Mann. Und Frodo ist ungefähr 3 mal so groß wie
Gipsy. Lucy, die ihre Beine jedes Mal strikt in den Boden gerammt hat, weil sie
ums Verrecken sich nicht bewegen wollte und Ruby, die nach jeden 2m stehen
bleibt und irgendwas beschnüffelt.
ODER! Man ist zum Hühnerreich und hat diese gefüttert, den
„Stall“ gesäubert oder das Essen für Huhn und Turkey vorbereitet. Also Gemüse
klein geschnipselt und so. Danach hat dann jeder was unterschiedliches
gearbeitet, entweder im Garten geweedet, irgendwelche Treppen mitten im Wald
repariert, Eimer gewaschen (das war ich), Pflanzen gepflanz, das W-Haus geputzt
weil wir alle so disgusting und unordentlich sind (Nein.), oder sonst jede
verschiedene Art was man auf einer Farm so machen kann. Und was man so putzen
kann. Oder man arbeitet mit Fabrice up on the hill am Lehmofen. Die ersten 2
Wochen habe ich immer mit Fabrice gearbeitet, also bisschen im Lehm
irgendwelche dinge gegraben, begradigt oder sonst was. (Soeben ist die Katze
wieder auf mich gesprungen.) Als wir dann immer mehr wurden ist die Arbeit
bisschen variiert, man hat mal bisschen in na Badewanne den Lehm mit Wasser
vermischt und hat bisschen Lehmkugeln gebatzt oder man hat Dinge umgeräumt und und
und. Das war auch wirklich in Ordnung :) hat vor allem Spaß gemacht mit vielen
anderen zusammen zu arbeiten, vor allem weil man dann auch Gesprächspartner
hatte. Als es jedoch wieder dazu kam nur im Lehm zu buddeln und ich leider mit
der Vorgehensweise vom guten Fabrice disagreen musste weil er manches einfach
unnötig macht, wars dann zuviel und ich hab Audrey gefragt ob ich im Garten
arbeiten konnte. Jou, das durfte ich dann auch am nöchsten Tag. Da hab ich dann
z.b. vorhin erwähntes Rosenbeet gemacht, hab noch bisschen rumgeweedet,
woanders eine Schwein-sichere Rosenbarriere errichtet, mich um die DUcklins
gekümmert und das Gehege angefügt, Eimer gewaschen, das W-Haus geputzt,
Pflanzen gepflanzt und Treppen repariert. Und dann war meine Zeit auch schon vorbei.
Aber zurück zum Tagesablauf:
Man hat also um 8 Uhr angefangen und bis 12.30 Uhr irgendwas
gemacht. Dann haben wir uns selber irgendwas zu essen gemacht und dann gemacht
was wir wollten bis 4 Uhr. Man konnte an den Strand gehen,
ein Buch lesen, weiter essen oder einfach machen was man
halt wollte. Um 4 Uhr is man dann noch mal mit den Hunden gegangen oder hat
noch mal Huhn und Turkey gefüttert. Um 5 Uhr hat dann irgendwer, oder
irgendwelche Zwei, kochen geholfen und dann gabs zwischen 7 und 8 Uhr Abendessen.
Während dem Essen lief meistens der Fernseher. Entweder man hat sich also dem
Fernseher hingegeben oder man hat sich unterhalten. Nach m Essen hat man dann
zusammen n Film angeschaut oder is nach draußen auf die Sitzbank oder hat nun
mal gemacht was man halt will. Joa, so sah grob der Tagesplan aus :) Insgesamt
also 5 Stunden Arbeit am Tag und ansonsten Freizeit.
Und die Freizeit hat man eigentlich meistens mit seinen
liebsten Mitwwoofern verbracht, oder man hat sein eigenes Ding gemacht. Waren schliesslich
immer Leute da und genug Platz um sich zurückzuziehen. Also erzähl ich doch
noch was über meine lieben Mitwwoofer :]
Die Mitwwoofer!
Cai.
Malwieder ein Meisterwerk eines Snapshots :D aber trifft
relativ gut seine coole Seite. Cai ist Koch, 25, ist Londoner, hat sich 2
Monate vor seiner Abreise eine Schnitte angelacht und is verliebt über beide
Ohren. Schwärmt aber dennoch von der gutaussehenden Felo, die Maori aus dem
Pub. Naja, wer tut das nicht. Ansonsten ist er teilweise richtig ernst und
erwachsen und teilweise derart lustig und kindisch, dasses kracht. Er is
aufjedenfall jemand zum gern haben. Und z.b. als wir Project X angeschaut
haben, konnte er sich teils nichmehr halten vor Lachen und hatte andererseits einen
WHAT THE FUCK!-Blick. War sehr lustig :) Joa, der wollte sogar noch 5 Wochen
auf der Farm bleiben als ich gegangen bin. Vlt seh ich ihn wieder, ich spiele
teils mit dem Gedanken auf dem Weg runter in den Süden für 1,2 Tage noch mal
zur Audrey zu fahren und mit Max tauchen zu gehen. Er bleibt aufjedenfall ein
Londoner meines Herzens :] allerdings schuldet der Sack mir noch 20$.
Jasmin.
Ja.. die gute Jasmin hat mich vor einem Friseurbesuch in
Neuseeland gerettet und mir die Haare geschnitten. Und bei dem Foto kann man
super sehen, wie folgen mein Haar nun schimmert, dann meinem Conditioner. Nur
so nebenbei angemerkt.
Die gute Jasmin hat mir die Haare wirklich richtig gut
geschnitten, ich bin ganz fasziniert wie gut ich teilweise aussehe :D also
danke Jasmin. Ansonsten ist sie Schwedin und ich konnte sie mit all meinen
Vorurteilen gegenüber den Schweden konfrontieren, die ich gesammelt hab als ich
in Schweden war. Z.B. dass die keinen Alkohol haben und wenn, dann is es vlt 2 oder
3 prozentig. Ich wurde aufgeklärt dass es besondere Läden für Alkohol gibt und
halt nich wirklich im Supermarkt. Aber man darf ihn erst ab 21 kaufen. Trinken
ab 18, aber kaufen ab 21. Tjaha, vondemher wäre das eh egal gewesen :D Jasmin
war ansonten eine typische Anti-Frau. Prinzipiell gegen und für alles. Hat sich
mit Avyram am 2. Abend in eine riesige Diskussion verwickeln lassen über
gefühlt alle Themen der Welt. Daan, Nina und ich haben uns ab und zu
hinzugesellt, aber gegen Ende wurde die Diskussion bisschen radikal und
persönlich und dann war zum Glück Dinner-time.
Avyram.
Israeli, 29, und hat die Weisheit mit Löffeln gefressen.
Ansonsten ein ganz netter Mensch, man kommt allerdings nur wirklich klar mit
ihm wenn man manche Sachen einfach nicht zu ernst nimmt die er von sich gibt.
Hat hier seine Liebe gefunden, die gute Claire. Avyram hat tausend Sachen
studiert, stimmt aber nicht mit der Weise überein wie Universitäten Wissen
vermitteln. Ansonsten hat er in nem Buchladen gearbeitet, als Gärtner, und als
irgendwie alles mal so ein bisschen. Er weiß noch nich ob er zurück nach Israel
geht oder einfach woanders hin auswandert. War allerdings sehr interessant
seine Meinung über Israel zu hören und seine Kindheitsgeschichten und
Experimente mit Bomben und Waffen. Ich will ihn aber garnich negativ
darstellen, vlt nich bisschen, aber insgesamt hab ich mich mit ihm sehr gut
verstanden :)
Claire.
Die liebe Französin, ist 20 Jahre alt und hat auf der Farm
ein 3-monatiges Praktikum gemacht. Würde am liebsten 14 Stunden am Tag schlafen
und ist absolut kein Morgenmensch. Und als Luis sie dann auchnoch eines morgens
ausversehen völlig mit Milch beschüttet hat, weil er zu ruckartig die Flasche
aufgemacht hat, war der Tag erstmal für sie gelaufen. Unglücklicherweise setzte
sich dann auchnoch ein Moskito auf ihren Rücken und ich hab aus Reflex
zugeschlagen. Claire war nicht erfreut. Abgesehen davon war es sehr lustig mit
ihr :D is ne frische lockere lustige Person und vermutlich eine der sehr
Vereinzelten, die Bryan tatsächlich lieb hat. Vermutlich weil sie mit Bryan
auch auf französisch reden kann. Ansonsten hat sie gegen Ende ziemlich viel mit
Avyram gemacht und man hat die beiden eigentlich nichtmehr gesehen. Mei,
verständlich. Sie hat zum Abschied noch ein Gruppenfoto gemacht und wollte mir
es eigentlich schicken, aber wie es so ist, hat sie mich vergessen. Und auf
Facebook gibt es 1000 von Menschen, die ihren Namen haben.
Luis.
Ist der Cutie, der da im Hintergrund sein Mund aufreist :D
Deutscher, 19 Jahre alt und spricht ein kanadisches amerikanisches Englisch und
is der Coolste im Gehege. Tatsächlich ist er wirklich ganz cool^^ aber seine
Art suggeriert das auch bisschen. Er reist zusammen mit Daniel und macht
bisschen ne Länderreise. War zuvor mit Daniel in Dubai, jetzt hier für noch 2
Monate und danach nach Australien seinen Bruder besuchen, weil der da ein
Auslandsschuljahr macht und danach irgendwohin in Asien. Ich glaube Bangkok.
Isn ganz witziger :)
Daniel.
Er war zu sehen auf dem Foto mit Fabrice und seinem Zelt
überm Ofen. Zwar nicht das beste Bild aber immerhin! Münchner, 18 und Luis sein
Kindergartenfreund. Lebt in einer ziemlichen Patchwork-Familie, irgendwie mit
seiner Mam, ihrem neuen Ehemann, der ExFreundin von seinem Vater + ihrem
Partner und noch ein Pärchen… insgesamt 5 oder 6 Kinder. Vermutlich is die
Aufzählung ziemlich falsch, aber so ungefähr ist es. Und er is ziemlich reich
nach seinen Beschreibungen^^ ansonsten ein lässiger cooler Kerl :)
Alex.
Franzose, 20, und wird seine restliche Zeit in Neuseeland
auf der Südinsel in den Bergen verbringen um zu sich selbst zu finden :) hat
mich 2 mal geweckt, als ich 2 mal einen Day-Off hatte. Is n netter, aber
ruhiger Mensch und versteht leider nicht sehr viel Englisch. Wobei er
ordentliche Fortschritte gemacht hat in den 2 Wochen :)
Kevin.
Franzose, Alter unbestimmt und schaut aus wie der junge
Osbourne aus Spiderman, nur mit potenziellem Afro.
Ortos und Ortio.
Französisches Paar, beide 21 und haben einen Campervan.
Daan.
Ja, dieser nette holländische Kerl is durchaus n cooler Kerl
:D erzählt viele Geschichten, ist manisch depressiv und hat bei mir die Lust
zum Segeln entfacht. Ist 19, wird vermutlich Schriftsteller und versucht
momentan Short Stories zu schreiben, die einem ein bestimmtes Gefühl extrem
intensiv vermitteln. Er is ein ziemlich interessanter Kerl und is auf der
Suche, was einen glücklich macht. Klingt super oder? Sein Plan ist nach Florida
zu fliegen und von dort auf einem Boot zurück nach Europa zu hitchhiken. Hat
viele Pläne zu reisen und kann einen echt für alles irgendwie begeistern. Und
achja. DER kann wirklich singen :D junge junge, der hat ne kraftvolle und geile
Stimme, AWESOME. Hat ewig im Chor gesungen und is wirklich wirklich gut. Is
ansonsten hier seit nem Jahr durch Neuseeland gehitchhiked und auf Segelbooten
rumgekurvt. Dummerweise hab ich keine einzigen Kontaktdaten von ihm, aber Cai
hat die bestimmt. Den werd ich wohl fragen müssen :)
Jackie.
Freiburgerin, 18, und joa. Am Anfang wirkte sie eher
anstrengend, weil sie diese eine Art angedeutet hat, die ich zu gut von anderen
kenne und die mich einfach nervt^^ aber nach kürzerem liefs dann auch mit ihr
ganz gut und ich hab eigentlich sehr gerne mit ihr geredet :) war nur anfangs
sehr kompliziert für sie mit mir englisch zu reden, weil sie wusste dass ich
deutsch bin und es einfach komisch is dann auf englisch zu reden. Kannich nur
allzu gut nachvollziehen. Aber auch diese Hürde wurde überwunden :)
Nina liebt es fotografiert zu werden. Links von ihr sitzt
Jackie. Nina is 18 und Niederländerin und hasst Deutsch. Ums radikal
auszudrücken :D dass sie deutsch hasst hab ich allerdings erst erfahren als es
schon zu spät war. Nina ist Einzelkind und versteht leider keinen Hauch von
Ironie. Allerdings sei ihr das zu verzeihen, weil anfangs nie jemand meine
Ironie versteht. Allerdings sagt sie selber von sich dass sie naiv ist und
Ironie nicht wirklich versteht, allerdings machts das ganze nur bisschen
lustiger :D und sie kann unglaublich ernst über Sachen reden, die ich nichtmal
ernst gemeint hab. Naja. Aufjedenfall haben wir uns ganz gut verstanden und
haben uns gegenseitig bemitleidet wie hart es ist sich selber um sein Leben zu
kümmern und wohin man als nächstes geht und so weiter. War sehr angenehm
jemanden zu haben der in genau der selben Lage ist :) und genau wegen der
selben Lage hat sie mich dann gefragt, bzw. mir vorgeschlagen, dass wir für ne
Woche zusammen reisen, so muss man sich nich alleine um was kümmern und wir
wollten eh beide relativ gleichzeitig aufbrechen von Audrey’s farm. Bzw. ich am
Montag und sie am Dienstag, also hab ich halt noch nen Tag gewartet. Joa, von
der Woche mit ihr, bzw. den 6 Tagen, berichte ich dann wann anders noch mal :)
Das wars zu den Personen. Über Max, Tamarah, Audrey und
Fabrice wurde denkichmal schon genug erzählt.
Eins vlt noch. Fabrice sagt ständig „Not so bad. Could be
worse.“
Und das hier ist Bryan:
Er schaut eigentlich wirklich süß und knuffig aus :D ist er
ja auch manchmal. Und dann ist er wieder komplett… komisch. Zum Beispiel: ich
schreib grad ne Email an die gute Lea, ne Freundin die mich ständig anpöbelt,
und Bryan fragt mich:
„What are you doing?“
„I’m writing an email to a friend of mine.“
„Do you like him?“
„It’s a female friend and yeah I like her.“
„Do you have sex with her?“
…
WHAT THE FUCK BRYAN? Daniel stand da grad daneben und wir
starren uns einfach nur an und aaaaaaaaaaaaaah… AAAAAH :D Der Junge is 9 Jahre
alt und redet ständig von Sex und dass er heute mit einer Frau geschlafen hat
und dass es heute so aussieht als hätte Tamarah 3 Titten. IRGENDWAS IST DA
EINFACH FALSCH ! :D traurigerweise ist alles was er macht einfach so dämlich
dass wir teilweise nur drüber lachen können aber wir sind uns auch alle einig
dass er eines Tages verprügelt wird, weil er einfach zu viel schmarrn macht und
labert. Oder wenn er z.b. zu Tamarah sagt „Don’t kiss ugly Max! Kiss meeee!“
Fand Max gar nicht lustig.^^ Naja, ich könnte hier noch viel mehr Geschichten
erzählen wie komisch Bryan ist, aber man muss ja auchmal weiterkommen im Leben.
Achja und er redet nicht nur von Sex, sondern auch davon dass er uns alle
umbringen will. „I will kill stupid Fabrice.“ Leider hab ich bisschen
Befürchtungen dass das tatsächlich mal passieren wird. Die machen sich
gegenseitig so schnell so unglaublich wütend. Unglaublich. Andererseits redet
Bryan ständig davon jemanden zu töten und dann is dieser jemand im nächsten
Moment wieder der beste Freund. Mal sehen wie sich das alles entwickelt…
Das Essen.
War immer vorhanden. Da ist ganz sicher kein Platz zum
abnehmen in dieser Farm. Und ebenso hat man genug Möglichkeiten seiner
Kreativität freien Lauf zu lassen, was Essen betrifft. Z.B. in Sache Käsetoast.
Letzendlich wurde es dann: 2 Scheiben getoastetes Toast, eine beschmiert mit
Peanutbutter, eine mit Hazelnutcreme bzw. einfach Nutella, Käse und
Knoblauchsalz. Junge junge, das sind wirklich Sandwiches die sich sehen lassen
können x3 oder ein Nutellatoast mit Bananenstücke. Oder einfach vieles mehr.
Ansonsten war mittags meistens entweder die Reste vom Dinner des vorabends oder
Nudeln mit irgend einer Soße. Ich hab jedoch nach ungefähr 1 ½ wochen
angefangen nur toast zu Mittag zu essen weil ich es nich gewohnt bin 2 mal am
Tag warm und viel zu essen. Und nach besagter Woche wars mir einfach zu viel
und ich wollte wieder zu meinem gewohnten Rhythmus zurückkehren, nur einmal am
Tag warm zu essen. Ansonsten war das Dinner immer recht gut. Viel Gemüse und ab
und zu auch Fleisch, aber ehrlich gesagt konnte man sich das Fleisch meistens
sparen, hab ich dann nach na Zeit auch, zumal ich eh nicht der größte
Fleischfan im Gehege bin.
Zum Nachtisch gab es dann auch ab und zu was :) jenachdem
wie Tamarah oder Audrey gelaunt waren. Mal gab es Scones, die WIRKLICH gut waren,
mal einen Schokokuchen von Tamarah, der sehr meinem Pepsikuchen gleicht nur
tausendmal schokoladiger und süßer. Oder sonstige Sachen, wo ich die Namen
nicht weiß.
Das langersehnte Resumé
SO, also was denke ich von dieser Farm. Ich denke es ist die
perfekte erste Farm:
- Man hat viele Tiere, Pflanzen und sonstige Projekte, also eine Vielzahl von Arbeiten.
- Man kann sich wunderbar aklimatisieren und ich denke gerade am Anfang ist es gut feste Arbeitszeiten zu haben und wirklich was zu tun zu haben.
- Man hat erstmal sehr sehr viel Essen und es herrscht mehr oder weniger ein ständiges All-you-can-eat.
- Es sind sehr sehr viele Menschen da. Dass wirklich so viele Wwoofer an einer Farm sind ist ziemlich ungewöhnlich. Sage ich jetzt mal mit meiner minimalen Erfahrung, aber wenn ich mir mein Wwoofer-Book anschau, nehmen die meistens maximal 3 Leute an. Aber es ist wirklich cool, dass man gleich in so großer Gesellschaft ist, da man somit gut gegen Einsamkeit ankommt, die einen am Anfang ja durchaus heimsucht und man redet wirklich viel Englisch, weil es so viele Leute gibt mit denen man reden kann.
- Man schliesst hier auf der Farm seine ersten Reisefreundschaften und findet z.b. gleich mal einen Reisebuddy, so wie ich die Nina gefunden habe.
- Für viele ist es die erste Farm, deshalb erlebt man zusammen quasi so die ersten Erfahrungen und das ist noch mal ganz angenehm.
- Man lernt mit einer wirklich seltsamen Familie klarzukommen. Bzw. mit einem Bryan umzugehen.
Auf der Farm auf der ich jetzt bin, bin ich grade alleine. Also
der einzige Wwoofer und deshalb is der Aspekt mit den vielen Leuten noch mal
besonders wichtig würd ich sagen. Kaum lernt man noch so viele Leute kennen.
Also gleichzeitig.
Am Anfang war es bisschen hart, wie mal erwähnt. Die
Stimmung war eher nicht so gut als ich ankam und nach 3 Tagen war ich erstmal
allein. Und das war nich grad das angenehmste vom gelben Ei. Aber umso mehr
Leute kamen und umso mehr Zeit ich auf der Farm verbracht hab, umso besser
wurds :) und die Familie ist am Anfang einfach schwierig, aber welche ist das
nicht. Vermutlich jede, die nicht einen Bryan hat. Wenn man sich an den
Umgangston und die Menschen gewöhnt ist es wirklich die perfekte erste Farm.
Außerdem hat man somit ein Heim, dass nur ne Stunde von Auckland entfernt ist
und Audrey hat mir auch angeboten, dass wenn ich zurückflieg und ne Unterkunft
brauch ich gerne wiederkommen kann und sie mich auch gerne zum Flughafen fahren
können. Und dieses Angebot is mal Gold wert würd ich sagen :)
Vonwegen Sauberkeit oder sonst was sehe ich da kein Problem,
auch wenn Audrey ja meinte dass das vlt schockierend wird. Mei, es ist halt
nich blitzblank, aber wer das von einer Farm erwartet is ehrlich gesagt auch
extrem doof. Audrey’s Farm ist charmant, hat einen bisschen komischen Vibe aber
man fühlt sich an sich gut aufgehoben. Und so was wie ne Komposttoilette is
auch absolut kein Problem, und auch dass man weder Toaster noch Wasserkocher
verwenden kann, wenn jemand duscht, is ja wohl nichmal annähernd ein P!
Hui, wie lange ich das schon nichmehr geschrieben hab :D ein
P, kein P. Geschweige denn gesagt.
Ich würde die Farm aufjedenfall an jeden weiterempfehlen,
der keine Farmerfahrung hat. Und an jeden, der auf eine Farm will mit Leuten.
Wenn man an dem Zeitpunkt angelangt ist, wo man gerne wieder etwas Zeit für
sich hat, ist das vermutlich nicht die richtige Farm, weil man einfach überall
irgend wen hat. Ausser man geht n Stücken, aber das will man ja auch nicht
immer.
Mir hat die Farm aufjedenfall sehr gut gefallen und ich
denke auch, dass ich noch mal zurückkehren werde :) allein um von Tamarah die
Neuigkeiten zu hören, weshalb die Welt malwieder schlecht ist.
Das vermisse ich hier allerdings wirklich ein bisschen.
Einfach grundlos alles schlecht sehen oder bisschen rumpöbeln. Wenn man sich
nicht wirklich kennt, ist pöbeln schwierig. Ebenso ist es schwierig alles
schlecht zu sehen, wenn man meistens darauf bedacht ist höflich zu sein und die
Stimmung nicht schlecht zu machen. Aber ein Lenný braucht nun mal teilweise ein
bisschen Pessimismus im Leben. Und da jetzt Tamarah nichtmehr in meiner Nähe
ist, muss ich irgend ein Weg finden. Aber ich werde auch dieses Hindernis
meistern!
Ich nehem an, ich bin nun fertig mit meinen Schilderungen :)
Wenn ihr euch tatsächlich bis hierhin durchgekämpft habt,
sage ich ein äußerst fettes Dankeschön :) also,
Danke fürs durchkämpfen.
Auf wieder-lesen.
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