Donnerstag, 19. September 2013

Das gute Bauchgefühl und die liebe Audrey.

Seid gegrüßt eventuelle Leser :)

19.9.13
So der dritte Tag in Auckland ist angebrochen. Nachdem mir Liam gestern von den Inseln bei Auckland vorgeschwärmt hat und vom Museum, dass hier in Auckland ist hab ich beschlossen dass ich das heute machen will, nachdem ich ja jetzt auchnoch nen zusätzlichen Tag in Auckland quasi hab. Also quasi eh genug Zeit um das zu machen. Aber erstmal musste ich mich um meinen Morgen kümmern. Ich weiß nichtmehr wieso, aber ich hab beschlossen mir heute keinen Instant Kaffee zu machen sondern nur meine Toasts zu essen und meine Wasserflasche aufzufüllen. Achja, ich hab mein Feuerzeug nicht gefunden, deshalb konnte ich den Herd nich anmachen. Wie gewohnt war Liam aufeinmal weg am morgen also konnte ich ihm nichtmal tschüss sagen. Bisschen nette Kontakte sollte man ja schliesslich doch pflegen. Ich hab also wie gewohnt meine eingekommenen Emails abgecheckt, ein Lebenszeichen versandt und schliesslich mein Zeug zusammen gepackt um vom Oaklands ins Pentlands zu ziehen. Das packen klang jedoch einfacher als gedacht. Fragt mich nicht wieso, aber das war ein gestopfe sondergleichen. Vorallem wenn ich den Rucksack zu bekommen hab is mir aufgefallen dass z.b. mein Handtuch da ja noch hängt. Also Rucksack auf und erneut gestopft. Das ging mehrmals so, bis ich am Ende mein Waschzeug reinstopfen musste und das is wirklich nicht gerade dünn. Zumal weil da jetzt auch noch dieser blöde Conditioner mit dabei ist! Vorsichtshalber wurde der erstmal in eine Plastiktüte gepackt, nicht dass der durch den Druck aufgeht und meinem ganzen Waschzeug die Haare glänzend macht. Nachdem ich das alles bewältigt hab, nehm ich nen Zettel und hinterlass Liam eine Nachricht. Ich stolper also mit meinem Gepäck aus meinem Zimmer und halte Johnny den Schlüssel hin der erstmal fröhlich auf mich einredet obs mir denn gefallen hat und mir einen weiteren schönen Trip wünscht und so was :) ich sprachgenie war eher überrumpelt und konnte nur knapp antworten und meistens sagen „thank you, it was awesome, thank you“. Ich seh schon, aus mir wird noch was großes mit der Englischen Sprache. Ich schau mir noch mal auf der Karte an wo das andere hostel eigentlich ist und marschiere los mit meinem riesigen Rucksack hinten drauf und meinem kleineren Rucksack vorne wie ein Baby tragend. Der „kurze“ Weg wurde für mich dann doch länger als gedacht und ich leidete still vor mich hin, weil mein Gepäck so schwer war. Dort dann schliesslich angekommen ging ich zur Rezeption und musste erstmal warten weil zwei andere deutsche vor mir gerade eingecheckt sind. Niklas Zimmerman und Marsell Schreiner. Ich weiß nicht warum, aber mir is der Name Marsell eh schon irgendwie unsympathisch und dieser Kerl hat es ganz klar unterstrichen. Des war so ein typischer Deutscher den man leider einfach nicht leiden kann^^ der nickende Niklas schien schon eher sympathisch, aber auch eher hmm. Naja, der Rezeptionsmensch war aufjedenfall ein gutgelaunter witziger mensch mit indischen Sprachklang :D und er nannte jeden Mr. *Vorname*. „Mr. Niklas and Mr. Marsell, please follow me this way.“
Als er dann wieder da war durfte ich einchecken. Bzw. nein, durfte ich nicht. Mein Zimmer wurde grade noch geputzt und ich sollte 1 ½ stunden später noch mal fragen. Also habich mich in den Gemeinschaftsraum gesetzt und bisschen gechillt und mit anderen neuseeländisches Fernsehen angeschaut. Oder Australisches. Oder Britisches. War mir nicht garn sicher... ABER all dies auf den absolut bequemsten Sofas ÜBERHAUPT! Ohne schmarrn, die warn einfach derart WEICH und BEQUEM dass man am liebsten nie wieder aufstehen würde. Das wurde dann auch zu einem Problem. Als die Zeit rum war ging ich also wieder zur Rezeption, Mr. Lennart wurde zu seinem Zimmer geführt und fertig wars. War ein 4er Zimmer mit zwei einzeln und einem Doppelbett. Bei mir fehlte das Kissen und der Bezug war leicht dreckig. Hart im nehmen dachte ich mir OKEY!
Schliesslich kam ein Kerl rein, ich bin mir immer noch nich sicher ob des jetzt ein Gast oder Mitarbeiter ist, aufjedenfall redet der mich auf deutsch an. Keeeeine Ahnung woher der wusste, dass ich deutsch bin. Nachdem er mich gefragt hat ob ich schon länger hier bin oder grade erst hat er wohl auch keine Ahnung von den Zimmerdaten. Naja, komisch wars. Ich bin dann ausm Zimmer raus und als ich wiederkam, waren die Betten gemacht und ich hatte ein Kissen. Ja gerne :) ich hab mich dann wieder in den Gemeinschaftsraum gesetzt und Blog geschrieben. Draussen wurde das wetter immer windiger und die sonne kam nurnoch vereinzelt raus. Nachdem ich die letzten tage den ganzen tag gelaufen bin, dachte ich ich gehs heut bisschen ruhiger an und mach mich noch nich gleich aufm Weg zu den Inseln. Nach bisschen entspanne bin ich dann zurück ins Zimmer um mein Zeug zu holen um kurz einzukaufen. Da sass dann meine neue Mitmenschin auf ihrem Bett, Ziaah oder so ähnlich, Koreanerin im Urlaub. Meinen Namen hat sie nicht verstanden und dachte ich heiß Daniel. Klingt auch sehr ähnlich zu Lenny. Nach den höflichen Vorstellritualen und Gerede hab ich dann mein Zeug genommen und bin zum Countdown gegangen, der jetzt sogar näher war als vom Hostel davor. Kreativ wie ich bin wurde es wieder Käse und Semmeln. Wurst hält sich nicht lange und ist ehrlich gesagt unerhört teuer. Aufm rückweg hats dann genieselt und als ich im Hostel war hats dann langsam immer mehr angefangen.
Wie schön ist doch der Regen.
Also hab ich beschlossen heute doch nichtmehr rauszugehen und einfach mal zu entspannend. Ich werde nich das letzte mal in Auckland sein und ich bin hier ja nicht um mich zu stressen. Noch dazu nicht, wenns regnet. Ich habe das ganze eher als Zeichen gesehen hier in Neuseeland wirklich mal auf mein Bauchgefühl zu hören. Wäre ich heute trotz unguten gefühl zu den Inseln gefahren, wäre ich dort im Nassen rumgelaufen, die aussicht wäre nur bewölkt und triste gewesen und ich hätte wahrscheinlich echt keine Lust mehr auf Auckland gehabt. Geschweige denn auf das Museum. Also Bauchgefühl ahoi! So hatte ich nen echt entspannten Tag im Hostel und mit sehr gemütlicher Stimmung. Ich war nicht der einzig der nicht scharf drauf war rauszugehen und somit füllte sich der Gemeinschaftsraum etwas. Draussen windend und stürmend und regnend war des echt ne gemütliche Stimmung, zumal das Licht auchnoch so leicht gedimmt war. Herrlich *__* Irgendwer hat dann nen Film angemacht, keine Ahnung wie er hieß, war irgend ein gangster film… hab des meiste nicht verstanden. Lag vlt auch daran, dass ich da gerade eine email an meine schwester geschrieben hab. Aufjedenfall wars gemütlich und die Einstellung Bauchgefühl machte auch eine gute Wirkung.
Meine Mitmenschin machte jedoch ihrem Touri-Dasein alle Ehre und brach noch um 5 zu einem Observatorium auf, halbe stunde hinfahrt und mit einem Regenschirm bewaffnet. Sie konnte mir nich genau sagen wohin sie da jetzt fährt, aber ein observatorium bei regenwolken klingt für mich nicht so spannend.. oder ich bin ungebildet und das is was ganz anderes^^ durch den ganzen Regentag war meine Stimmung dann eher auf rumliegen und nichts tun programmiert, außerdem war ich irgendwie dauermüde und hätte schon um 1 kurz schlafen können. Aber ich blieb hart. Bis… ungefähr 8 Uhr. Dann hab ich mich ins Zimmer gesetzt und mich schlafen gelegt. Irgendwann kam dann der 3. Mitmensch ins Zimmer, das hab ich aber nurnoch halb wahr genommen, er war aufjedenfall deutscher. Ernsthaft. Hier sind ALLE deutsch irgendwie^^ eindeutig mehr deutschsprachige als englischsprachige. (Input: vor mir tanzen gerade zwei asiaten auf einer treppe irgend eine choreo :D und werden dabei gefilmt. Schaut super aus :D) genau… aufjedenfall war ich wieder früh schlafen. War auch wieder relativ früh wach am nächsten Morgen aber im gegensatz zu Liam haben die anderen beiden gefühlt ewig geschlafen. In Ninja-Mode hab ich dann mein Handtuch und mein Waschzeug aus meinem Rucksack geholt und hab mich ausm Zimmer geschlichen. Joa. Meine Zimmermenschen waren anscheinend ne ausnahme, vor den Duschräumen war ne Schlange. Aber kein P für mich, hab ich halt bisschen gewartet. Als ich zurück ins Zimmer kam haben die immer noch geschlafen. Ich als Bettflucht-geplagter Mensch hab also meine Essenstüte geschnappt und hab mich wieder rausgeschlichen. Hab brav gefrühstückt als ich wieder ins Zimmer kam, war niemand mehr da. So kann gehen :D
Ich hab also Bernd hallo gesagt um abzuchecken ob mir die liebe Audrey noch mal geschrieben hat, dem war aber nicht so. Dann kam der Deutsche ins Zimmer und hat mich gefragt ob „sie eigentlich chinese (also englisch ausgesprochen)“ is. Als ich meinte, dass sie Koreanerin is, hieß es nur dass das egal is, das Pack is ja das selbe. Genau. Das Gespräch war also auch tot. Er verabschiedete sich und dann kam meine Mitmenschin wieder rein. Ich hab mein Zeug gepackt, mich verabschiedet und hab ein letztes mal das Internet genutzt, ich weiß ja nich wie das auf der Farm so ist. Schliesslich binich ausgecheckt, hab noch gefragt wie ich zur Universität mim Bus komm und war schon bei der Bushaltestelle. Da war auch grad der richtige Bus, also musste ich garnich erst warten :) (Input: grad läuft eine Gruppe singender und trommelnder Menschen vorbei. Hier is ja richtig was los :D)
Ich sass also im richtigen Bus, wusste aber nicht wann ich aussteigen musste. Da ich vorgestern ja schon bei der Uni war dachte ich, ich erkenn des dann schon. Hab ich dann auch, aber dann war es schon zu spät^^ also bin ich eine Station zu weit gefahren und musste mit meinem Schwergepäck den Berg rauflaufen. Denn ja, der Bus is auchnoch nen Berg runtergefahren zur nächsten Station. Und jetzt sitze ich hier, im Albert Park und geniesse das Leben hier in Neuseeland :) langsam kommt jetzt auch die Sonne wieder raus. Ich mach mich jetzt aufn weg zum Treffpunkt mit der lieben Audrey und bin gespannt auf meine Farm :)

Auckland ist wirklich wetter abhängig. Bei Regen will man nicht wirklich hier sein, vor allem weil es erst anfang frühling is, wo noch nichts wirklich grün ist. Wenn die sonne allrdings scheint, scheint irgendwie alles grün zu sein und einfach schön und man liebt Auckland einfach nur :)
Danke fürs durchkämpfen :)
Auf wieder-lesen

Ihr dachtet das wars? Neeeeeeeeeeeeeeeeeein :D
Denn die liebe Audrey ist super. Zumindenst vorerst! Keine voreiligen Schlüsse. Ich mach also Bernd wieder aus, pack alles zusammen und wander noch bisschen durch den Albert Park.


Da komm ich dann an sonem brunnen vorbei der meeeega blaues und schönes wasser hat. Sind aber auch paar leute da und ich will ja nic der absolute toury sein und alles fotografieren. Also geh ich um den brunnen herum. Und dann fällt mir ein, dass ich ja nen riesigen rucksack aufgeschnallt hab und auchnoch mit nem rucksack am bauch rumlauf also sowieso als ein absoluter toury abgestempelt werde :D also zücke ich meine kamera und fange den brunnen ein.
Brunnen :)
Weiter geht’s durch den park, bisschen bewundern, bisschen alles schön finden und auf die suche machen, nach Grafton 12. also die strasse erstmal und dann anch dem uni gebäude. Gekonnt bin ich wieder bisschen zu weit gelaufen. Also wieder zurück. Dann stell ich fest dass ich doch nich so falsch war und doch nich weiterlaufen sollte. Also bleib ich erstmal weinend stehen und denk mir einfach den weg, es muss ja irgendwie gehen. Irgendwann stell ich dann fest, dass des gebäude direkt vor mir is :) jaaaaaaaaaa, der gute alte orientierungssinn. Ich geh also in „University of Auckland Business School“ und setz mich da in die aula. Und bestaun erstmal des gebäude, total futuristisches glasgebäude. Also nich so „wir hauen so viel glas wie möglich rein und eigentlich ist es gar nicht so schön“ sondern wirklich stilvoll geschwungen und grünfläche und sehr geschmackvoll :) ich warte n bisschen und so um kurz nach 3 fang ich an mir vorzustellen, dass wir uns niemals finden werden und ich einsam sterben werde. Also nein, den gedanken hatte ich nie^^ hab dann am Infopoint nachgefragt wo ich die liebe Audrey finde, der hat mirs dann auch gesagt. Aber verstanden hab ichs nich. Aber ich wollte dann auch nich noch mal nachfragen, letztendlich bin ich ja immer noch ein weichei muss man bedenken. Ich meinte, es is alles klar und ich hab mich wieder zurück auf meinen Platz gesetzt. Und gewartet. Dann bin ich zum Lift um dahinzufahren wo ich meinte es verstanden zu haben wo sie ist. Allerdings hab ich floor 6 oder stage 6 oder level 6 oder irgendwas mit 6 verstanden. Der Lift ging aber nur bis 3. cooool. Also bin ich raus und hab die liebe Audrey angerufen. Zumglück hat sie mir ihre nummer gegeben^^ und zum glück hab ich meinen Quietschblauen Stein. Sie geht dann auch ran und ich erklär ihr weinend, dass ich an der University bin aber sie nicht da ist und wieso sie mich hasst und wenn sie mich doch nicht aufnehmen will sie es doch nur sagen muss! Tatsächlich hab ich gesagt „Hey this is lenny, I’m the WWOOF… Yeah, I’m at the University! … Yes … yeah… okey.“ Hab also gleich mal GEPRAHLT mit meinem englischen können. Tja, liebe Leser. Der Anfang ist schwer, vor allem wenn man auchnoch panisch telefonieren muss ist es nicht einfach. Was mir grade so auffällt: die wirkte ziemlich gelassen. Vermutlich hat sie sich garnich für mich intressiert oder sich gefragt wo ich bin D:
Sie meinte dann sie schickt ihren sohn runter, den Thommäss, der bringt mich zum auto und tötet mich. Oder lässt mich mein gepäck einladen, eins von beidem hat sie gesagt. Ich also gang cool, lehn mich an sohne dicke säule mit meinem gepäck zu meinen füssen und erkenne Thomas sofort. Naja nicht ganz sofort, aber er hat mich wohl erkannt und mich angeschaut und ich hab zurückgestarrt. Thomas ist kleiner als ich, schaut aus wie 15 ist aber 20. hat dunkelrotbraune haare, also des richtig schöne rothaarige, weise haut und blaue augen. Und is ein kleiner zocker :D also der gute thomas führte mich zum auto, ein kleines schmutziges auto, oooohja i can feeel the faaarm <3, und ich tu mein zeug rein. Dann führt er mich zum office von der lieben audrey. Das ist übrigens im 5. stock und ich war am falschen lift. Great. Die liebe audrey ist eine sehr liebenswert aussehende ältere frau mit braunen haaren. Nach ihrer aussage ist sie fast 60. das gesicht ist schon faltig aber ihre haare sind eigentlich ziemlich farbig, besondern an den spitzen. Das macht sie wahrscheinlich so jungaussehend. Sie meint es liegt an ihrer einstellung „just live in the moment, not in the past“. Ich glaub das wird quite interesting :) die liebe Audrey braucht allerdings noch bisschen mit ihrer arbeit, sie hat wifi und ich soll mich einfach mit meinem laptop dazu setzen. Problem: mein zeug ist unten. Also geh ich mim lieben thomas wieder runter, hol meinen kleinen rucksack, und wieder rauf. Und jetzt sitze ich hier :) mit der lieben Audrey und Zocker-Thomas. Und schreibe weiter meinen blog. Aber sie machen einen sehr sympathischen eindruck. Das aufjedenfall.  – ich weiß nicht was der gute Thomas gerade zockt, aber er schnauft wie wild und starrt ziemlich grimmig auf seinen Laptop :D ich glaub das wird ne gute zeit. Sie haben mich vorgewarnt dass die meisten leute einen kulturschock erleben, wenn sie auf ihre farm kommen, vor allem weil alles dreckiger is als z.b. in der stadt. Ach Bitch Please. Ich bin ja kein komplizierter mensch :) währrend ich hier dann geschrieben hab zeigt mir die liebe audrey aufeinmal eine Rezension von vorherigen WWOOFern. (die spricht des übrigens nicht wuuufing oder wuuufer aus, sonder wuffer.) da wird gesagt dass es wirklich nette menschen sind und so was :) und andere haben sie als dreckig und crazy beschimpft. Da bin ich mal gespannt :D aber nachdem ich ja eher anpassungsfähig an lebensweisen bin, sollte das hinhaun. Solange sie hier keine rechtsextremistischen sachen auspacken, aber das wird schon nicht der fall sein. achja, anscheinend habe ich übrigens kein Wifi dort, aber ich nehme mal an, dass dort internet ist, dass ich mal ein Lebenszeichen senden kann.
Jetzt beende ich das mal :)
Danke fürs durchkämpfen, 2 mal,

auf wieder-lesen :)

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